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Chrome 3.0

Google veröffentlicht Chrome-Update, für Linux weiterhin nur Chromium

18.09.2009 Nach einem Jahr Entwicklungszeit gibt es eine neue stabile Version 3.0 von Googles Browser Chrome. Die Entwickler versprechen "mehr Tempo denn je", Nutznießer sind zunächst allerdings nur Windows-Anwender.

Wie der bei Google zuständige Programm-Manager Anthony Laforge in einem Blog-Eintrag verkündet, sind zahlreiche Funktionen der Beta-Version in die stabile Variante übernommen worden, "einschließlich einer 150-prozentigen Steigerung bei der Javascript-Leistung seit unserer ersten Beta." Im offiziellen Google Blog belegen die Entwickler diese Zahlen mit zwei Benchmark-Grafiken und vergleichen die Performance der Version 3 mit ihren Vorgängern.

Runderneuert ist auch die Oberfläche, so zum Beispiel die Optik der Tab-Seiten im Browser. Der Anwender soll die Webseiten, die am häufigsten genutzt werden, als Minidarstellungen – so genannte Thumbnails – per Anfassen und Ziehen selbst anordnen und auf Wunsch an einer Stelle im Bildschirm fest platzieren. Auch über Verbesserungen an einer der "meist genutzten und geliebten" Funktionen berichten die Entwickler: Die "Omnibox", die sowohl als Suchfunktion wie auch als Adressleiste fungiert und die eingetippten Daten automatisch ergänzt. Als weitere Neuerung kommen in Google Chrome 3 verstärkt HTML5-Technologien zum Einsatz. So soll es beispielsweise künftig ebenso einfach sein, ein Video in eine Webseite zu integrieren wie ein Bild. Gleichfalls neu dabei sind so genannte Themes. Hiermit bezeichnet Google individuelle Möglichkeiten, das Browserfenster zu gestalten, einen Überblick über die Auswahl gibt es in einer Galerie. Ein vergleichbares Konzept bietet der Browser-Wettbewerber Mozilla Firefox seit einiger Zeit als Addon.

Schließlich liefern die Entwickler ein paar Hintergrundzahlen zur Entstehungsgeschichte: Im vergangenen Jahr gab es 51 Entwicklerversionen, 21 Beta-Versionen, 15 Updates für die stabile Release sowie 3.505 Bugfixes.

Bis Chrome für Linux offiziell fertig ist, können Linux-Nutzer den Quellcode von Chromium nutzen.

Google Chrome 3 für Windows XP und Vista steht zum Download zur Verfügung, die Version für Linux soll "so schnell wie möglich" folgen, wie es auf der Webseite heißt. Bis es soweit ist, können Linux-Nutzer auf die Open-Source-Variante von Chrome -- Chromium -- zugreifen: Sie befindet sich zurzeit bei Version 4.0 und unterstützt praktisch sämtliche neuen Features von Chrome 3.0. Für Ubuntu gibt es täglich aktualisierte Pakete, wie Sie Chromium aus dem Quellcode installieren, erklärt dieser Artikel.

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