Google Desktop für Linux

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Kristian Kißling
28.06.2007

Seit gestern bietet Google den Google Desktop auch für Linux-Nutzer an. Noch befindet sich die Version - wie die meisten Google-Anwendungen - im BETA-Stadium, allerdings dürfte sie damit bereits den meisten Ansprüchen genügen.

Google Desktop indiziert die Dateien auf dem eigenen Rechner und erleichtert damit die Suche nach konkreten Inhalten. Nach Auskunft Googles durchsucht die Software:

* Google Mail
* Textdateien und Quellcode
* PDF- und PS-Dateien
* HTML-Dateien
* E-Mails von Thunderbird
* OpenOffice.org-Dokumente
* Bild- und Musikdateien
* Manpages und Info-Seiten
* Datei- und Ordnernamen

Damit die Software die Daten aufspürt, muss sie diese zunächst indizieren. Das Durchsuchen der Dateien kann sich - je nach Geschwindigkeit und Menge der Daten auf dem Rechner - einige Stunden hinziehen, passiert aber im Hintergrund. Veränderte Dateien speichert Google in einem Cache auf der Festplatte und ermöglicht es so, bereits gelöschte Dateien wiederzufinden.

Wie immer sollten Sie sich vor dem Einsatz der Software die Bedingungen zum Datenschutz genau durchlesen, um sicherzugehen, dass Ihre Daten nicht ungewollt auf Googles Servern landen. Auszüge:

* "Der auf Ihrem Computer gespeicherte Inhalt wird nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung über Google Desktop für Google zugänglich gemacht."

* "Ihre Google Desktop-Version verfügt über eine eindeutige Anwendungsnummer. Bei der Installation von Google Desktop werden diese Nummer und eine Nachricht an Google gesendet. Darin wird angegeben, ob die Installation erfolgreich war oder fehlgeschlagen ist. Außerdem überprüft Google Desktop automatisch, ob eine neue Softwareversion verfügbar ist."

* "Bei Aktivierung der erweiterten Funktionen sendet Google Desktop unter Umständen in begrenztem Umfang nicht persönliche Informationen von Ihrem Computer an Google. Dazu gehören zusammenfassende Informationen wie die Anzahl der ausgeführten Suchvorgänge, die für das Anzeigen der Ergebnisse benötigte Zeit sowie Anwendungsberichte, die wir für die Verbesserung des Programms nutzen."

Ganz neu ist die Desktop-Suche nicht: Bereits seit einiger Zeit gibt es auch Linux-Anwendungen mit denen Sie ohne größeren Aufwand Ihren Desktop durchsuchen - zu nennen wären etwa Recoll und Beagle.

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