Gnome-Foundation veröffentlicht Bericht zum vergangenen Quartal

Gnome-Foundation veröffentlicht Bericht zum vergangenen Quartal

12.549 Bugs behoben

Britta Wülfing
16.09.2009 Die Gnome Foundation will künftig mit regelmäßigen Quartalsberichten die Arbeit an dem freien Desktop dokumentieren. Der Bericht über das 2. Quartal 2009 macht den Anfang.

Bislang berichtete die Stiftung hinter dem freien Desktop einmal pro Jahr über die Aktivitäten, nun kündigt die Geschäftsführerin Stormy Peters per E-Mail den ersten Quartalsbericht der Stiftung an. Auf 18 Seiten berichten die einzelnen Projektteams über ihre Arbeit und das Zusammenspiel mit Unternehmen wie Red Hat, Canonical oder Sun. Mit dabei ist auch eine knappe Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben, mit einem Löwenanteil von 65.100 US-Dollar auf der Habenseite aus Sponsorengeldern des Jahrestreffens beim Gran Canaria Desktop Summit. Die Einnahmen ebenso wie die Kosten für die gemeinsame Veranstaltung mit KDE müssen laut Vermerk aber wohl noch aufgeteilt werden.

Für einen Einnahmenposten in Höhe von 12.392 US-Dollar zeichnet das Marketing-Team verantwortlich, dessen Kampagne "Friends of Gnome" diesen Betrag im zweiten Quartal 2009 in die Kassen der Stiftung gespült hat. Stellvertretend für das Team berichtet hier Paul Cutler über den rekordverdächtigen Erfolg der Sammelaktion. Ein Gnome-Store ist für das dritte Quartal geplant, außerdem soll ein eigenes Presseteam eingerichtet werden, so Cutler weiter.

Dave Neary berichtet über die Beteiligungen an Veranstaltungen, zusätzlich übernimmt er die Sprecherrolle für das Gnome Mobile-Team. Er verweist auf die Kooperationsvereinbarung zwischen Nokia und Intel und die Veröffentlichungen von Mobiltechnologien mit Gnome-Beteiligung wie das Betriebssystem Moblin, die Infrastrukturplattform Ofono oder das Plugin SyncEvolution.

Über die Arbeit an der Bedienungsfreundlichkeit des Desktops schreibt Calum Benson. Unter anderem experimentiert das Team für Version 2.28 derzeit mit der Werkzeugleiste und prüft, ob die Texte künftig besser neben den Icon oder ohne Symbole positioniert werden sollen statt - wie bisher - darunter. Gemeinsam mit dem Canonical-Team wollen die Entwickler insbesondere Einsteigern das Leben erleichtern und in dem so genannten Hundred-Paper-Cuts-Projekt 100 einfach zu lösende Stolperstellen identifizieren und beseitigen.

Im ersten Gnome-Quartalsbericht erfährt man weiter, dass die Desktop-Oberfläche mittlerweile in 48 Sprachen verfügbar ist, alle neuen Dokumentationen künftig unter der Creative Commons-Lizenz CC-BY-SA 3.0 veröffentlicht werden, im zweiten Quartal 12.549 Fehler behoben wurden und vieles mehr. Der gesamte Bericht steht auf den Webseiten der Gnome Foundation zur Verfügung.

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