Gnome-Desktop erscheint in Version 2.24

Gnome-Desktop erscheint in Version 2.24

Kristian Kißling
25.09.2008

Es gibt ein Update von Gnome: Version 2.24 des freien Desktops bringt neben Veränderungen für die Anwender neue Kommunikationssysteme mit und macht sich zudem auf den Weg, um mobile Geräte zu bevölkern. Gnome 2.24 dient erstmals zugleich als Basis für Gnome Mobile, einer Variante des Desktops für mobile Geräte. Bereits jetzt läuft Gnome auf zahlreichen Handheld-Plattformen, darunter Maemo, Ubuntu Mobile und der LiMo-Referenzplattform.

An Bord von Gnome 2.24 ist ein neuer Instant Messenger namens Empathy. Der soll die VoIP-Software Ekiga, die Gnome in Version 3.0 mitbringt, ergänzen und stützt sich dabei auf das Telepathy Framework. Letzteres unterstützt zahlreiche bekannte Protokolle darunter Google Talk und MSN-Messenger, mit denen Ekiga nicht umgehen kann, weshalb von Ergänzung die Rede ist. Dank des Telepathy Frameworks lässt sich eine Instant-Messaging-Funktion auch in andere Gnome-Anwendungen integrieren. Über das SIP-Protokoll überträgt Empathy auch Videodaten und lässt Anwender etwa mit Benutzern von Nokias N800/N810-Mobilgeräten kommunizieren.

Im Panel von Gnome steckt nun eine Software, um die eigene Arbeitszeit im Auge zu behalten. Gerade Computeranwender, die für verschiedene Projekte arbeiten, können so einfach im Auge behalten, wie viel Zeit sie für welches Projekt investieren. Gnomes Dateimanager Nautilus bringt ebenfalls ein paar Neuerungen mit. So gibt es nun Reiter, um zwischen verschiedenen Verzeichnissen hin- und her zu wechseln. Die Software vervollständigt Namen besser und es gibt eine zusätzliche Dateiansicht mit der Bezeichnung "Kompakt". Viele Veränderungen betreffen den vereinfachten Zugang zu Gnome für Behinderte: Die Navigation per Tastatur klappt besser, Mausgesten zeigt Gnome grafisch an und die Text-2-Speech-Funktion kommt auch mit Java-Programmen wie Open Office zurecht.

Gnome 2.24 erkennt nun automatisch Zeichen in Dateinamen, mit denen FAT32-Dateisysteme nicht umgehen können und ersetzt diese durch einen Unterstrich (_). So lassen sich Probleme beim Datenaustausch umgehen. Auch den integrierten Gnome-Deskbar haben die Entwickler um Funktionen erweitert: Sie bringt nun einen Taschenrechner sowie eine Google- und Wikipedia-Suche mit und informiert auch über Twitter-Aktualisierungen. Dank XRandr 1.2 können Anwender mehrere Bildschirme an einen Rechner anschließen (Multihead) und diese nun einfacher verwalten.

Wer einen Blick auf die neue Gnome-Version riskieren will, findet hier eine Zusammenfassung der Veränderungen. Über eine Bitorrent-Seite lässt sich zudem eine Live-Version des neuen Desktops herunterladen. Wer wissen will, was die Zukunft bringt, findet auf der Webseite des Projekts bereits einen Fahrplan für Gnome 2.26.

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