Quo vadis, Gnome-Shell?

Gnome 3.1 in Oneiric Ocelot

Gnome 3.1 in Oneiric Ocelot

Kristian Kißling
12.05.2011 In Ubuntu 11.10 soll Gnome 3 ein installierbarer Desktop werden.

Wer sich aktuell den Gnome-3-Desktop über ein PPA installiert, kann sich zwar an der neuen Gnome Shell erfreuen, Unity läuft allerdings erst wieder, wenn man die Pakete aus dem PPA entfernt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Ubuntu 11.04 noch Gnome 2 verwendet, während die Gnome Shell auf Gnome 3 setzt.

Auf dem UDS haben die Entwickler nun länger darüber beraten, wie sie die neue Gnome-Oberfläche möglichst elegant in das neue Ubuntu integrieren. In Oneiric soll zunächst die Version 3.0 von Debian einfließen, anschließend landen die 3.1-Pakete direkt von Upstream in Oneiric, ohne den Umweg über Debian. Gnome 3 wird vermutlich über die DVD installierbar sein, die CD bringt aber aus Platzgründen kein Gnome 3 mit.

Natty wird für die Gnome-3-Unterstützung weiterhin nur das PPA verwenden. Allerdings wollen die Entwickler dort eventuell die Gnome-Version 3.1 einführen. Der Wechsel auf GTK 3 bringt dann noch eine Reihe weiterer Konsequenzen mit sich. So müssen das Software-Center, die Scrollleisten und das Anwendungsmenü nach GTK 3 portiert werden. Die Schwierigkeit dabei besteht unter anderem in einer spärlichen bis nicht vorhandenen Dokumentation der Funktionen und Klassen.

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Kommentare
Gk3 ist fast genauso zu programmieren wie Gtk2
McBain (unangemeldet), Montag, 16. Mai 2011 19:35:25
Ein/Ausklappen

"So müssen das Software-Center, die Scrollleisten und das Anwendungsmenü nach GTK 3 portiert werden. Die Schwierigkeit dabei besteht unter anderem in einer spärlichen bis nicht vorhandenen Dokumentation der Funktionen und Klassen."

Was ist schlecht dokumentiert? Die Scrollleisten und das Anwendungsmenü oder Gtk3?
Die Gtk3-Widgets selber sind genauso dokumentiert wie Gtk2 und lassen sich bis auf winzige Änderungen genauso programmieren.

Früher oder später muss Ubuntu sowieso auf Gtk3 aufbauen. Diesbezüglich habe ich mich sowieso gefragt, warum sie noch so viel Arbeit in eigene Gtk2-Widgets und - Features stecken, da Gtk3 doch schon länger bereit war.


Freundliche Grüße.


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