Gnome 2.23.5: Testversion mit neuen Features

Gnome 2.23.5: Testversion mit neuen Features

Tim Schürmann
25.07.2008

Mit der Version 2.23.5 des Linux-Desktops Gnome haben die Entwickler eine weitere Vorschau auf die für September geplante Version 2.24 abgeliefert. Es handelt sich dabei gleichzeitig um die erste Veröffentlichung nach der GUADEC Konferenz. Mit der neuen Version erhielt Nautilus im Browsermodus endlich Register ("Tabs"). Darüber hinaus kann er Dateien aus dem Papierkorb wieder herstellen ("restore from trash"). Evolution unterstützt nun Zusammenfassungen mit Camel DB, Google Contacts und bekam ein neues EPlugin für Nachrichtenvorlagen spendiert.

Der Dokumentenbetrachter Evince erkennt jetzt mit 7-zip komprimierte Comics, kann über die Tastenkombinationen "Alt"+"Linke Pfeiltaste", beziehungsweise "Alt"+"Rechte Pfeiltaste" seine Inhalte rotieren lassen und unterstützt Mediaplayer-Tasten. In Cheese darf man die WebCam in den Voreinstellungen auswählen, zudem nutzt das Programm das OGV-Format als Standardvideoerweiterung. File-Roller kennt ab sofort die Kompressionsformate alz und rzip. Darüber hinaus kann er mit selbstextrahierenden ZIP-Paketen umgehen und erstellt auf Wunsch Archive, die aus mehreren Dateien bestehen ("Multi-Volume").

Neu hinzugekommen ist das Paket gnome-backgrounds, das die Hintergrundbilder aus dem von Gnome veranstalteten Wettbewerb enthält. Unter der Haube wurden die Bibliothek GLIB auf Version 2.17.4 und GTK+ auf Version 2.13.5 gehievt. Darüber hinaus gab es zahlreiche Fehlerkorrekturen, sowie Aktualisierungen in den Dokumentationen und Übersetzungen. Alle Änderungen im Detail führen die Release Notes auf.

Da es sich bei Gnome 2.23.5 um eine Testversion handelt, sollte man von einem produktiven Einsatz absehen. Die Entwickler bitten jedoch darum: Ladet es herunter, kompiliert es, testet es ("Go download it. Go compile it. Go test it."). Wer dem folgen möchte, kann den Quellcode per GARNOME oder jhbuild übersetzen. Die erste BETA-Version soll laut Zeitplan am 20. August erscheinen. Die Programmierschnittstellen (in Form der API und ABI) wollen die Entwickler bereits am 28. Juli einfrieren, am 4. August folgt dann der "Feature Freeze", nach dem in Gnome keine neuen Funktionen mehr landen.

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