Gnome 2.16: Erster Release-Kandidat

Gnome 2.16: Erster Release-Kandidat

Max Jonas Werner
25.08.2006

Das Gnome-Projekt hat Version 2.15.92 als ersten Release-Kandidaten für die finale Version 2.16 veröffentlicht. Laut Plan ist dies die letzte Vorversion vor der Veröffentlichung von Gnome 2.16 am 6. September. Die meisten Code-Teile befinden sich nun im eingefrorenen Zustand, dürfen also nicht mehr verändert werden; so etwa die Schnittstellen (API/ABI), Features, Zeichenketten und Benutzer-Interfaces. Jetzt gilt es, die letzten Bugs zu beseitigen.

Bei fast allen Komponenten hat sich im Vergleich zur letzten Beta-Version noch einiges geändert, die Entwickler haben vor allem viele Fehler beseitigt. Dieser Release-Kandidat basiert auf der GLib-Bibliothek 2.12.2 und GTK+ 2.10.2. Alle Neuerungen und Änderungen findet ihr wie immer in den ausführlichen NEWS-Dateien:

Der Schwerpunkt der Entwickler lag dieses Mal nicht so sehr in der Performance-Steigerung wie noch bei Version 2.14. Vielmehr ging es darum, Gnome noch besser und einfach benutzbar zu machen, auch für Einsteiger. So erhielt etwa der Groupware-Client Evolution viele Verbesserungen an der Oberfläche. Der Evolution-Kalender benutzt jetzt die Cairo-Bibliothek, um etwa Termine mit Schatten oder Verläufen zu versehen. Für Anwender mit großen Bildschirmen unterstützt der Evolution-Mailer eine vertikale Aufteilung; die neue Such-Leiste sollte Thunderbird-Benutzer schon bekannt sein. Evolution-Entwickler Srinivasa Ragavan beschreibt die Neuerungen in einem Blog-Eintrag detailliert.

Der Dokumentenbetrachter Evince zeigt nun auch Präsentationen an, die mit Open Office Impress erstellt wurden. Das Gnome-Terminal benutzt echte Transparenz, wenn der X-Server sie unterstützt und startet jetzt etwa 20% schneller. Ein neues Feature, das sich viele Anwender bislang gewünscht haben, bringt der Dateimanager Nautilus: Dateiberechtigungen lassen sich jetzt rekursiv anwenden; außerdem können SELinux-Anwender direkt in Nautilus die erweiterten Berechtigungen einstellen. In einem Footnotes-Artikel gibt es dazu auch Screenshots. Der Window Manager Metacity enthält viele Compositor-Features wie Explosions-Effekte für Fenster, weiche Ein- und Ausblendungen, transparente Menüs.

Neue Applikationen, die während des Entwicklungszyklus aufgenommen wurden sind unter anderem das Notizzettelprogramm Tomboy sowie der Disk-Usage-Monitor Baobab. Die Entwickler-Site Builder AU hat die Vorversion bereits in Augenschein genommen und zeigt einige Screenshots, die die Neuerungen schön erläutern.

Kommentare

Aktuelle Fragen

Samsung VG-KBD1500 - Bluetooth-Tastatur mit Touchpad mit Xubuntu 16.04.2 LTS
Linux- & BSD-UserGroup im Weserbergland, 16.08.2017 19:16, 0 Antworten
Bin grad mit "meinem Latein am Ende" darum hier mal so in den Raum geworfen. Samsung VG-KBD1500 -...
Tails verbindet nicht mit WLan
Georg Vogel, 30.07.2017 15:06, 5 Antworten
Hallo zusammen! Habe mir von Linux Mint aus einen Tails USB-Stick erstellt. Läuft soweit gut,...
Genivi for Raspberry Pi 3
Sebastian Ortmanns, 28.07.2017 10:37, 1 Antworten
I try to build a Genivi Development Platform for Rasberry Pi 3. But I always get the failures bel...
Bash awk Verständnis-Frage
Josef Federl, 22.07.2017 17:46, 2 Antworten
#!/bin/bash # Skriptdateiname = test.sh spaltennummer=10 wert=zehner awk '{ $'$spaltennummer'...
Bash - verschachtelte Variablenersetzung, das geht doch eleganter als meine Lösung?
Josef Federl, 18.07.2017 20:24, 3 Antworten
#!/bin/bash #Ziel des Skriptes wird sein die ID zu extrahieren hier nur als Consolentest: root@...