Home / Nachrichten / Gerücht über mögliche Systeme mit X86 und ARM

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Kommt der Rechner mit Dual-Architektur?

Gerücht über mögliche Systeme mit X86 und ARM

25.02.2009 Zumindest, wenn man diesem Artikel Glauben schenkt: http://blogs.computerworld.com/intel_arm_hybrid_mac_coming, hat Apple vor, demnächst Rechner mit einer Intel- und einer ARM-CPU anzubieten.

Das Prinzip dabei soll sein, dass die Intel-CPU nur dann verwendet wird, wenn das System Leistung benötigt, während die ARM-CPU zum Stromsparen beiträgt, wenn das System mehr idle ist.

Während der Migrationsphase von den PPC- zu den Intel-Macs hat sich Apple ein Binärformat ausgedacht, bei dem in einem ausführbaren Programm oder einer Bibliothek sämtliche Funktionen in zwei Versionen für die unterschiedlichen CPUs vorhanden sind. Wird ein X86 genutzt und an irgend einer Stelle sind Funktionen, die von einem Programm benötigt werden, nur als PPC-Variante zu finden, so werden die PPC-Instruktionen per JIT-Compiler in X86-Instruktionen übersetzt.

Diese Umsetzung zeigt, dass es überhaupt kein Problem ist, ein Programm auszuführen, das Binärcode für unterschiedliche Architekturen nutzt. Bei solchen Dual-Architektur-Systemen ist es ähnlich. Entweder führt die Intel-CPU eine X86-Funktion aus dem Binärprogramm oder die ARM-CPU die zweck-gleiche, die für die ARM-Architektur bestimmt ist. Welche Variante und welche CPU für die nächste Routine genutzt wird, kann das System jederzeit flexibel gestalten.

Vom Prinzip her ist es eigentlich keine schlechte Idee, die man auch zu anderen Zwecken einsetzen könnte. So könnte man auf Spezial-Motherboards z.B. CPUs implementieren, die sonst nur von der Automatisierungsindustrie genutzt werden und würde somit spontane Testläufe in einer nativen Umgebung ermöglichen, ohne dass eine Virtualisierung erforderlich ist. Ich denke, daß auch die Linux-Entwickler nach Lösungen suchen sollten, um solche Systeme sinnvoll zu unterstützen. Sie könnten viel neues Anwendungspotential bieten.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share

Kommentare
Wie heisst der alte Witz: Lieber ARM dran als ARM ab! ;-)
Daniel Kottmair, Mittwoch, 25. Februar 2009 10:41:13
Ein/Ausklappen

So, jetzt ernsthaft: Wieso ARM? Okay, im iPhone ist einer, und der Cortex scheint eine erstaunlich potente, aber weiterhin extrem stromsparende Architektur zu sein, aber was ist denn mit PA Semi und Papermaster? Apple kauft ein CPU-Designteam, das gerade nen super-sparsamen PPC-Dualcore fertiggebastelt hat und zieht kurz darauf von IBM nen PPC-Design-Guru (Big Iron allerdings, häh? Apple und Big Iron?) ab. Und dann sollen sie auf ARM setzen? V.a. weil sie mit PPC ja nun schon genügend Erfahrung haben und die Binaries schon existieren...
Okay, Dan Dobberpuhl, der Chef von PA Semi, ist auch maßgeblich für den StrongARM verantwortlich gewesen. Aber wenn die jetzt nen neuen ARM Core from scratch designen wollen dauert das _minimum_ 3 Jahre - Qualcomm brauchte für ihren eigenen ARM, den Snapdragon, jedenfalls 4 Jahre: http://news.cnet.com/8301-13924_3-10123149-64.html

Und noch was zum Computerworld-Artikel: "Imagine being able to run an iPod touch OS for three days on your MacBook on one charge instead of running full Mac OSX Leopard." Aua aua! Und der Screen zieht dann ganz magisch auch bloss noch so viel wie ein Handy-Screen? Nie vergessen: Der Screen ist inzwischen wohl der größte Stromverbraucher, und daran hat sich seit OLED-Backlight wenig verändert und es ist auch keine drastische Verbesserung in Aussicht...


Bewertung: 189 Punkte bei 23 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
-
Re: Wie heisst der alte Witz: Lieber ARM dran als ARM ab! ;-)
GoaSkin , Donnerstag, 26. Februar 2009 00:19:58
Ein/Ausklappen

Ich bin auch kein Freund von ARM und was die Gegenwart des PPC betrifft, verfolge ich was sich in der Amiga-Welt noch tut und hoffe, daß es noch eine zeitlang brauchbare und bezahlbare PPC-Systeme gibt, auf denen man Amiga OS, dessen Abkömmlinge und ggf. auch noch PPC-Versionen des Apple-Betriebssystems nutzen kann.

Doch auch die Amiga-Nutzer sind ARM dran. Nachdem Apple auf Intel umstieg, konnte man verbleibende PPC-Hardware, die sich technisch auf einem aktuellen Stand befindet entweder sehr teuer erwerben - aber mit solchen Preisen erreicht man Amiga-Nerds der alten Schule bestimmt nicht - oder was sich zumindest als vorübergehend praktikable Lösung erwiesen hat - man baut auf SoC-Systeme auf, die von ihrem technischen Stand zwar eher von vorgestern sind, dafür aber bezahlbar und für ein System wie AmigaOS performant genug.
Da eigne(te)n sich zwei Systeme auf dem Markt: Das EFIKA-Board von Genesi und der SAM440 von Acube Systems.
Der Hersteller von ersterem versprach über viele Monate das Erscheinen besserer Hardware und setzte sich sehr für das Fortbestehen der PPC-Architektur durch verschiedene Projekte ein (http://www.powerdeveloper.org/).
Doch vor wenigen Wochen die unerwartete Enttäuschung: Der Hersteller kündigte an, zukünftige Hardware auf ARM-Basis herauszubringen und angekündigte PPC-Motherboards doch nicht zu produzieren.

Aber ich denke, man muß ARM auch nicht mögen, um mit der Idee eines Dual-Architektur-Systemes zu sympatisieren. Wenn sich so etwas praktikabel umsetzen lässt und sich auf dem Markt als brauchbar erweist, muß es dies auch nicht nur in der Kombination Intel/ARM geben.





Bewertung: 197 Punkte bei 21 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
-
Re: Wie heisst der alte Witz: Lieber ARM dran als ARM ab! ;-)
Daniel Kottmair, Montag, 02. März 2009 12:24:31
Ein/Ausklappen

Da hast du mich jetzt falsch verstanden: Ich bin durchaus ein großer Fan von ARM, was man ja an meinen häufigen News zum Thema sieht! ;-) Ich hab die Historie dieses vergleichsweise winzigen Designteams seit RISC Acorn-Zeiten verfolgt und bin schwer beeindruckt, wie die wesentlich größere Designteams mit zig Milliarden mehr Entwicklungsetat die Rücklichter in Sachen Leistung, Stromverbrauch und Die-Größe gezeigt haben (so ein ARM-Chip hat grad mal so um die hunderttausend Transistoren!).

Ich verstehe nur nicht, warum ausgerechnet APPLE jetzt auf ARM setzen würde für ihre Notebooks, wenn sie den Code, das Knowhow und sogar einen fertigen Chip (!) für PPC doch schon fix und fertig im Haus haben!


Bewertung: 125 Punkte bei 20 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
-
Re: Wie heisst der alte Witz: Lieber ARM dran als ARM ab! ;-)
GoaSkin , Dienstag, 03. März 2009 19:52:08
Ein/Ausklappen

Apple zu verstehen ist eine Wissenschaft für sich, die möglicherweise auch nur Apple versteht.

Gerade im Zeitalter der SoC-Systeme wäre der PPC ggf. geeigneter für Notebooks als je zu vor. Wenn ich das Prinzip richtig verstehe, produziert IBM CPU-Kerne, die an Chiphersteller geliefert werden, um daraus Chips zu basteln, bei denen neben der eigentlichen CPU weitere Komponenten wie Brücken und Controller direkt integrierbar sind. So kann im Chip selbst Einiges direkt untergebracht werden, was bei herkömmlichen Systemen über die Platine mit anderen Chips verbunden ist, wodurch erstens Energie gespart werden kann und zweitens aufgrund der kurzen und abgeschirmten Leitungswege die Hochfrequenz-Datenströme weniger Störanfällig und dadurch einfacher realisierbar sind.

So lange PPC-SoC-Motherboards nur von Nischen-Herstellern wie Acube oder Genesi verbaut werden, sind diese individualiesierten PPC-CPUs mit integrierten Systemkomponenten zwar eher teuer, sollten aber sehr günstig realisierbar sein, wenn sie Apple für den Massenmarkt nutzen würde.

http://www.acube-systems.biz/eng/sam.php



Bewertung: 137 Punkte bei 20 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

1268 Hits
Wertung: 101 Punkte (7 Stimmen)

Schlecht Gut

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...