Ende für 386er im Kernel

Gar nicht sentimental entfernt Linus die 386er-Unterstützung

Gar nicht sentimental entfernt Linus die 386er-Unterstützung

Markus Feilner
13.12.2012
Es war die Architektur, auf der Linus Anfang der Neunziger Jahre begonnen hatte, Linux zu programmieren. Jetzt hat der Finne einen Patch akzeptiert, der der Unterstützung für 386er CPUs ein Ende setzt. Traurig scheint er nicht zu darüber, entsorgen die Entwickler damit doch auch einige Altlasten.

In einer Mail unter dem Thread "Merge branch 'x86-nuke386-for-linus'" hat Linus Torvalds grünes Licht für das Entfernen des Supports für die 386er-Prozessoren aus dem Linux-Kernel gegeben. Der Patch, so Ingo Molnar, umfasse 24 Dateien, 56 Einfügungen, 425 Löschungen und entferne einiges an Komplexität, die "uns seit Jahren mit Extraarbeit geplagt hat." und nennt dabei die SMP Primitives als Beispiel. Traurig daran sei nur, dass Linus' altes System von 1991, auf dem er dereinst Linux entwickelt habe, dann auch nicht mehr funktionieren würde, schreibt Molnar und fügt ein ironisches, trauriges Schluchzen an.

Torvalds macht das offenbar wenig aus, er antwortet nur gewohnt kurz mit: "Ich bin nicht sentimental. Den wären wir los. [Good riddance]".

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