GTK+ 4 kommt mit stabiler Programmierschnittstelle

GTK+ 4 kommt mit stabiler Programmierschnittstelle

GTK+ mit neuer Veröffentlichungsstrategie

Tim Schürmann
02.09.2016 Auf der beliebten GUI-Bibliothek GTK+ basieren unter anderem die Desktop-Umgebungen Gnome und Mate. Wie bereits im Juni angekündigt, ändern die GTK+-Entwickler jetzt ihr Release-Modell. Dies soll GTK+ vor allem „vorhersehbar und zuverlässig“ machen.

Im Wesentlichen ändern die Entwickler das Versionsnummernschema: Eine neue "Major-Version" erscheint, sobald die Entwickler neue größere Funktionen implementiert und getestet haben. Dies soll alle zwei bis drei Jahre passieren. Dabei klettert die Zahl an der ersten Stelle der Versionsnummer um eines nach oben. Den Anfang macht dabei GTK+ 4. Eine neue Major-Version erhält zudem nicht mehr die zuvor als veraltet (depricated) gekennzeichneten Funktionen. Das API bleibt jedoch bis zur nächsten Major-Version stabil.

Die kleineren Minor-Updates bringen nur leichte Änderungen mit. So könnten sie etwa neue Widgets einführen, werden aber keine zusätzlichen Funktionen oder Änderungen bei den Themes mitbringen. Bislang haben die Entwickler Minor-Releases rund jedes halbe Jahr veröffentlicht. In Zukunft fällt diese Taktung weg – Minor-Releases erscheinen, wenn es notwendig ist.

Schließlich gibt es noch die Micro-Updates, die lediglich Fehler korrigieren oder Sicherheitslücken schließen. Die neuen GTK+-Versionen lassen sich jeweils nebeneinander installieren und nutzen.

Die letzte GTK+-Version nach dem alten Schema wird nach Angaben der Entwickler die Version 3.22 sein.

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