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WLAN-Karten im Reverse Engineering

Freie Firmware für Broadcom-Chips

13.01.2009 Mit Hilfe von Reverse Engineering und Software vom b43-Projekt haben die Entwickler Francesco Gringoli und Lorenzo Nava freie Firmware für einige Broadcom-WLAN-Chips hergestellt.

Mit Hilfe von Reverse Engineering haben Francesco Gringoli und Lorenzo Nava freie Firmware für mindestens drei Broadcom-WLAN-Chips (4306, 4318 und 4320) geschrieben und diese unter die GPLv2 gestellt. Sie stützten sich dabei explizit auf Erkenntnisse und Software (etwa Assembler/Disassembler) aus dem b43-Projekt und wollen vor allem zu Forschungszwecken mit MAC-Algorithmen experimentieren. Ihre Arbeit könnte Linux-Anwendern, die WLAN-Karten mit diesem Chip verwenden, zukünftig den Umweg über die Webseite von Broadcom ersparen.

Bisher mussten Anwender mit diesen Chips ein spezielles Skript (den Firmware-Cutter) ausführen, das die Firmware von der Webseite des Unternehmens holte. Broadcom unterstützt Linux neuerdings zwar mit proprietären Treibern, erlaubt aber die Weitergabe der vorhandenen Firmware nicht. Noch stützen sich die offenen Treiber des OpenFWWF genannten Projekts allerdings auf die initval-Dateien von Broadcoms Firmware. Diese extrahieren Anwender, indem sie der Installationsanleitung für b43-Treiber folgen.

Auf der Webseite einer italienischen Universität bietet das OpenFWWF-Projekt die Firmware zum Download an. Kleine Macken hat diese noch: Sie kann nicht mit RTS/CTS-Handshakes, Verschlüsselung und dot11 Quality of Service (QoS) umgehen. Normale Anwender müssen vermutlich noch etwas warten, bis die Treiber in einer Distribution stecken. Die b43-Tools zum Kompilieren der Firmware gibt es hier, den Quellcode laden Interessierte hier herunter. Zudem gibt es auf der Webseite des Projekts eine Anleitung zum Übersetzen und Laden des Moduls.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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