Freespire nimmt Form an

Freespire nimmt Form an

Ulrich Bantle
19.07.2006

Linspire hat der im Frühjahr getätigten Ankündigungen einer Community-Version seines kommerziellen Betriebssystem Taten folgen lassen. Eine Beta-Ausgabe der Freespire getauften Distribution steht nun zum Download bereit.

Interessierte wählen zwischen zwei Geschmacksrichtungen aus. Die erste, Freespire, ist mit proprietären Beigaben wie den Grafiktreibern von ATI und Nvidia bestückt -- eine Liste führt alle enthaltenen unfreien Bestandteile auf. Die zweite Version nennt sich Freespire OSS Edition und ist frei von proprietärem Code.

Konzeptioniert ist Freespire (OSS Edition) als Leichtgewicht, das auf eine CD-ROM passt, die wahlweise als Installationsmedium oder Live-CD dient. Der Benutzer lädt weitere Applikationen über Linspires Click-and-Run-System (CNR) oder über "apt-get" nach. Das CNR-Warehouse, als Repository, und der zugehörige CNR-Client sind bei Freespire auf herkömmliches ".deb packaging" geeicht, es sei denn, der Benutzer wünscht bestimmte kommerzielle Anwendungen, für die der Rechteinhaber verschlüsselte Pakete vorschreibt. Der Zutritt ins Linspire-Warenhaus steht auch über "apt-get" für das Herunterladen von freier Software offen.

Die stabile Version 1.0 von Freespire folgt laut Roadmap 30 Tage nach Erscheinen der Beta-Ausgabe. Da letztere 14 Tage früher fertig war, dürfte Mitte August wahrscheinlich sein, der 1. September war ursprünglich geplant. Die OSS Edition hinkte bei der Veröffentlichung der Beta einige Tage hinterher.

Ähnliche Artikel

Kommentare
Re: Freespire nimmt Form an
Christian Stamitz, Mittwoch, 19. Juli 2006 17:43:28
Ein/Ausklappen

Fedora, Freespire, OpenSuse, ...

Die Liste der Community-Distributionen mit kommerziellem Ableger wird immer länger. Dennoch frage ich mich, wie man da zu einer Konsolidierung kommen kann, etwa bei den Subsystemen. Die meisten neueren Distributionen bauen auf Debian auf so wie früher auf RedHat aufgebaut wurde. Freespire basiert auf Debian, Ubuntu aber auch. Da liegt es nahe Teilbereiche zu konsolidieren und dann nur den Rest zu customizen. Jedes größere Softwarepaket ist so eine Art Subdistribution.

Die Gefahr lautet Zersplitterung und beschränkte Interoperabilität.


Bewertung: 256 Punkte bei 65 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Aktuelle Fragen

Probleme mit der Maus
Thomas Roch, 21.02.2017 13:43, 1 Antworten
Nach 20 Jahren Windows habe ich mich zu Linux Ubuntu probeweise durchgerungen!!! Installation - k...
KWin stürzt ab seit Suse Leap 42.2
Wimpy *, 21.02.2017 09:47, 4 Antworten
OpenSuse 42.2 KDE 5.8.3 Framework 5.26.0 QT 5.6.1 Kernel 4.4.46-11-default 64-bit Open-GL 2....
Shell-Befehl zur Installation von Scanner-Treiber
Achim Zerrer, 15.02.2017 12:13, 10 Antworten
Hallo, ich habe Einen Brother Drucker mit Scanner. Nachdem ich mit Hilfe der Community den Druck...
kiwix öffnet ZIM Datei nicht
Adrian Meyer, 13.02.2017 18:23, 1 Antworten
Hi, ich nutze Zim Desktop für mein privates Wiki. Fürs Handy habe ich mir kiwix heruntergelade...
registration
Brain Stuff, 10.02.2017 16:39, 1 Antworten
Hallo, Das Capatcha auf der Registrierungsseite von linux-community ist derartig schlecht gema...