Freespire: Kostenlose Linspire-Ausgabe

Aufmacher News

Ulrich Bantle
25.04.2006

Beim Linux Desktop Summit in San Diego hat Linspire-Chef Kevin Carmony das Freespire-Projekt angekündigt. Freespire versteht sich als Community-Projekt, bietet jedoch Benutzern die Wahlmöglichkeit, eine gänzlich auf Open-Source-Software basierende Distribution herunterzuladen, oder eine mit proprietären Anteilen. Eine erste Beta-Version des kostenlosen Freespire ist für August geplant.

Mit der Zweiteilung in offen und teilproprietär sieht sich Linspire eine gewaltige Hürde für Benutzer eines Linux-Systems aus dem Weg räumen: die fehlende Unterstützung für manche Hardware aber auch Datei- und Multimedia-Formaten aus Gründen von proprietären Treibern und Lizenzbestimmungen. Zu diesen Beigaben zählt Carmony beispielweise die Unterstützung für MP3, Windows Media, QuickTime, Java und Flash aber auch die Treiber von den Grafikkartenherstellern ATI und Nvidia und Anwendungen wie den Adobe Acrobat Reader.

Die Freespire-Distribution mit Bestandteilen, die nicht quelloffen sind, soll es in verschiedenen Abstufungen geben. In der kostenlosen Ausgabe stecken Treiber, Anwendungen und Codecs, die zwar nicht unter GPL stehen, aber von den Herstellern ohne Lizenzkosten angeboten werden. Für ein weiteres Plus an proprietärer Technologie macht Linspire seine Click-and-Run-Technologie als Open Source zugänglich. Das System dient in der kostenpflichtigen Version Linspire als Managementinstrument für Download, Installation und Kostenabrechnung. Und diese Funktion hat es auch bei Freespire: Will der Benutzer von Freespire einen Codec nachladen, dessen Lizenzbedingungen eine Gebühr beinhalten, erledigt er das über CNR und seine Bezahlmöglichkeiten.

Hinter Freespire steckt damit eine Geschäftsidee. Der Benutzer bekommt eine kostenlose Distribution, die bereits einige Programme mitbringt, die in freien Linux-Distributionen wie den Community-Versionen von Red Hat und Novell nicht enthalten sind. Will der Benutzer mehr, bezahlt er dafür via CNR und bekommt einen vergleichsweise einfachen Weg, die Pakete herunterzuladen und zu installieren.

Ein Projekt namens Freespire, das sich eine freie Ausgabe von Linspire zum Ziel gesetzt hatte, gab es bereits. Auf Drängen von Linspire benannte sich das Projekt in Squiggle um.

Ähnliche Artikel

Kommentare

Aktuelle Fragen

Windows 8 startet nur mit externer Festplatte
Anne La, 10.09.2014 17:25, 4 Antworten
Hallo Leute, also, ich bin auf folgendes Problem gestoßen: Ich habe Ubuntu 14.04 auf meiner...
Videoüberwachung mit Zoneminder
Heinz Becker, 10.08.2014 17:57, 0 Antworten
Hallo, ich habe den ZONEMINDER erfolgreich installiert. Das Bild erscheint jedoch nicht,...
internes Wlan und USB-Wlan-Srick
Gerhard Blobner, 04.08.2014 15:20, 2 Antworten
Hallo Linux-Forum: ich bin ein neuer Linux-User (ca. 25 Jahre Windows) und bin von WIN 8 auf Mint...
Server antwortet mit falschem Namen
oin notna, 21.07.2014 19:13, 1 Antworten
Hallo liebe Community, Ich habe mit Apache einen Server aufgesetzt. Soweit, so gut. Im Heimnet...
o2 surfstick software für ubuntu?
daniel soltek, 15.07.2014 18:27, 1 Antworten
hallo zusammen, habe mir einen o2 surfstick huawei bestellt und gerade festgestellt, das der nic...