Freescale stellt Referenzdesign für Internet Tablets vor

Freescale stellt Referenzdesign für Internet Tablets vor

Zweite Generation

Anika Kehrer
05.01.2010 Freescale trommelt für die CES: Mit einem genauso smarten aber größeren Display als bei Smartphones und einem Preis unter 200 US-Dollar will das Unternehmen mit einem Internet Tablet die "Generation Internet" der 12 bis 25-Jährigen ansprechen.

7-Zoll-Touchscreen, i-MX515-CPU (ARM Cortex-A8) und ein Akku, der den ganzen Tag hält: So kündigt Freescale sein Referenz-Tablet für die Consumer Electronics Show vom 7. bis 10. Januar in Las Vegas an. Darauf sollen Android und andere Linuxe zu sehen sein. Der Preis soll bei nicht mehr als 200 Dollar liegen. Optional soll für das Tablet auch ein Ständer mit Tastatur erhältlich sein, womit es dann tatsächlich zum Mini-Rechner mutiert.

Das neue Internet Tablet soll ab Februar 2010 Herstellern eine Vorlage geben, um das Tablet selbst zu produzieren. Freescale stellt Blockdiagramme, Schemata, Teilelisten und ein Linux Board Support Package zur Verfügung. Das Gewicht des Prototypen, der wie ein E-Book-Reader aussieht, liegt bei knapp 400 Gramm, die Maße betragen rund 20 x 13 x 1,5 cm.

Zur Ausstattung gehören 512 MByte Arbeitsspeicher, zwischen 4 und 64 GByte interner Flash-Speicher, ein Micro-SD-Kartenleser und eine 3-Megapixel-Webcam. Ein SIM-Karten-Slot ist ebenfalls vorgesehen, vernetzen soll sich das Gerät via WLAN 802.11 b/g/n und Bluetooth 2.1. Neben den üblichen USB-Anschlüssen gibt es auch einen USB-Mini-Port und ein GPS-Empfänger findet auf dem Bord ebenfalls Platz. Die USB-Anschlüsse eignen sich zudem zum Laden von externen Geräten in ausgeschaltetem Zustand des Geräts.

Als Betriebssysteme sind neben Ubuntu und Android laut dem zweiseitigen Produktblatt (PDF) auch das Mobillinux Millos von Thundersoft vorgesehen.

Das Tablet lässt sich für ein schnelles Schreiben in ein optional erhältliches Dock stecken.

Glen Burchers, den das Unternehmen Freescale als seinen Mobilexperten bezeichnet, zeigt sich in einem Blogeintrag Ende Dezember 2009 überzeugt davon, dass die Zeit für Tablets gekommen sei (im Gegensatz zum ende der 1990er, wo beispielsweise Apple bereits ein Rechnertablet herausgebracht habe, das aber auf dem Markt scheiterte). Tablets beschreibt er als leistungsfähige Mobilgeräte mit größerem Bildschirm als Smartphones. Deren Zielgruppe seien 12 bis 25-jährigen Internetnutzer. was eine nicht näher beschriebene Anwender-Befragung seines Arbeitgebers ergeben habe. Die kritische Schwelle zwischen Erfolg und Misserfolg der PC-Tablets markiert seiner Meinung nach die Verbreitung des Internet. Warum aber sein glaubhaft hergeleitetes Erfolgsversprechen nicht ebenso für die Netbooks gelten könnte, und warum es sich für die Tablets nach anfänglichem Boom nicht ebenso als falsch herausstellen sollte, die Frage beantwortet er leider nicht.

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