FreeNAS soll es zukünftig für BSD und Linux geben

Franz Pfluegl, Fotolia.de
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Frohes Speichern

Mathias Huber
07.12.2009 Das FreeNAS-Projekt hatte diskutiert, ob das freie Storage-System in Zukunft auf BSD oder Linux setzen solle. Nun kristallisiert sich heraus: Es wird beide Varianten geben.

Die Open-Source-Software für Network Attached Storage (NAS) eignet sich für Intel- und AMD64-Prozessoren und unterstützt Protokolle wie Samba, FTP, NFS, AFP, Rsync und iSCSI. Als Basis-Betriebssystem verwendet FreeNAS M0n0wall, das seinerseits auf FreeBSD beruht. Daher kann es auch das mit BSD lizenzkompatible Dateisystem ZFS verwenden.

Als im FreeNAS-Forum Gerüchte auftauchten, die Software werde in Zukunft unter Debian GNU/Linux weiterentwickelt, befürchteten einige Teilnehmer den Verlust des leistungsfähigen ZFS, das sich nicht in den GPL-lizenzierten Linux-Kernel aufnehmen lässt.

Mittlerweile hat der Projektgründer Olivier Cochard-Labbé mit einer weiteren Nachricht zur Klärung beigetragen. Er schreibt, einerseits werde der Hauptentwickler Volker Theile einen Rewrite auf Linux-Basis mit dem Namen OpenMediaVault vornehmen. Andererseits gehe die Entwicklung auch auf der BSD-Schiene weiter. Der Sponsor IX Systems werde Arbeitszeit seiner professionellen FreeBSD-Entwickler spenden, um FreeNAS komplett zu überarbeiten. Als ersten Schritt kündigte Cochard-Labbé an, FreeNAS selbst auf die jüngste FreeBSD-Version 8.0 zu aktualisieren.

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Kommentare
NAS sind vielleicht bald nicht mehr zeitgemäß
GoaSkin , Dienstag, 08. Dezember 2009 21:42:27
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Sehr viele Leute haben mittlerweile mehrere Linux-Systeme im Haus. Die meisten völlig unbewusst - z.B. auf dem DSL-Router oder auf dem Fernseher. Daß man an die verschiedensten Geräte USB-Medien anschließen kann (z.B. an den DVD-Player zum Abspielen von Medien oder an den DSL-Router zum Anschluß eines Druckers oder USB-Speichers) ist auch immer üblicher.

Dank Projekten wie Freetz (http://trac.freets.org) oder SamyGo (http://samygo.sourceforge.net) haben interessierte Leute die Möglichkeit, ihre Haushaltsgeräte beliebig mit darauf ausgerichteten Serverdiensten zu erweitern.

Gut... den Fernseher wird man nicht zum NAS-Ersatz machen wollen, aber solange dieser die entsprechenden Features beherrscht, wird ein NAS zumindest überflüssig, wenn dieser nur den Zweck eines UPnP-Servers erfüllen soll. Dagegen liegt es schon sehr nahe, aus dem DSL-Router einen kleinen Server zum Hausgebrauch zu machen. Mit einer Fritzbox ist das z.B. überhaupt kein Thema.

Aber warum auf ein NAS verzichten? Es handelt sich ganz einfach um ein zusätzliches Gerät, das nicht nur zusätzliche Anschaffungskosten mit sich bringt, sondern auch einen zusätzlichen Stromverbrauch. Bei stetig steigenden Strompreisen fragt sich mittlerweile selbst ein absoluter Geek, ob er wirklich so viele Geräte im Haus benötigt, oder ob sich das eine oder andere Gerät einsparen lässt. Die Marktentwicklung der letzten Jahre zeigt, daß sowohl Fernseher mit bereits integriertem Digital-Receiver als auch DSL-Router mit integriertem Modem und integrierter Telefonanlage immer mehr gefragt sind. Und sobald sich zusätzlicher Speicher anschließen lässt und die Firmware Erweiterungen erlaubt, lässt sich ein NAS gleich mit ersetzen.

Natürlich handelt es sich hier bei um Hacker-Lösungen, wobei sich Leute die Mühe gemacht haben, aufwendig Anhaltspunkte zu entdecken, um die Firmware zu manipulieren und sich anschließend an die Arbeit gemacht haben.
Bei den meisten NAS ist das auch nicht anders. Die Geräte laufen zwar in der Regel mit einem offenen Betriebssystem (Linux oder BSD), wobei es sich aber um ein verschlossenes System handelt, das der normale User menügeführt bedient, ohne die Möglichkeit zu haben, am System selbst etwas verändern zu können. Sind solche Geräte mit einem individuellen Betriebssystem oder auch nur durch einen LDAP- oder CalDAV-Server erweitert, handelt es sich auch hier um Hackerlösungen.

Im Fazit sind die unterschiedlichen erwähnten Systeme zwar offiziell nicht dafür vorgesehen, um sie als Kleincomputer zu verwenden, bei denen der User installieren und das System verändern soll wie er will, wenn aber ein hohes Interesse daran vorhanden ist, diese Systeme nach Belieben zu manipulieren, dann wird der eine oder andere Hersteller anfangen, sich auch gezielt an diese Zielgruppe zu richten und versuchen, den Usern entgegen zu kommen, sodaß es im Laden kleine ARM- oder MIPS-Computer in Form eines kleinen Kästchens für 50 Euro geben wird, auf denen der User Betriebssysteme installieren kann wie er lustig ist.



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