Schneller booten

Fortschritte beim alternativen Init-System Systemd

Fortschritte beim alternativen Init-System Systemd

Mathias Huber
25.08.2010
Der Red-Hat-Entwickler Lennart Poettering hat von Fortschritten beim Ausbau seines alternativen Init-Systems Systemd berichtet. Die Software zum schnellen Booten soll Teil von Fedora 14 werden.

Auf dem Linuxtag 2010 hatte Poettering Systemd in einem Vortrag vorgestellt und seinen Laptop damit in wenigen Sekunden gebootet (wir berichteten). Nun verbinden die Entwickler das Init-System mit weiteren Systemkomponenten. Dazu zählen die Authentifizierungsbibliothek PAM, die Security-Erweiterung SE Linux, das Nachrichten-Framework D-Bus sowie TCP-Wrapper. Für PAM gibt es ein eigenes Systemd-Modul, das die Prozesse von Anwendersitzungen in die Systemd-Hierarchie einordnet. Dies ermöglicht das kontrollierte Terminieren der richtigen Prozesse, wenn der Benutzer seine Sitzung beendet.

Daneben gibt es nun einige Seiten Dokumentation, unter anderem Hinweise, wie man einen zu Systemd passenden Daemon schreibt. Neben seinem Blogeintrag zu den Fortschritten bei Systemd hat Lennart Poettering eine Serie für Administratoren begonnen, die den Umgang mit der Software erläutert. Am 24. September hält der Entwickler einen Vortrag zum Thema auf dem Linux-Kongress in Nürnberg.

Systemd ist unter GPLv2 oder später lizenziert und besitzt eine Homepage beim Freedesktop-Projekt. Dort gibt es eine Übersicht über Mailinglisten, Bugtracker, Dokumentation, Quelltext und Pakete. Systemd geht in die für November angekündigte Fedora-Version 14 ein. Daneben interessiert sich offenbar auch das Opensuse-Projekt für das neue Init-System. Für Debian, Gentoo und Arch Linux gibt es immerhin Pakete.

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