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Fonic Surf Stick unter OpenSuse und auf dem Eee-PC nutzen
[Update] Das ist die Wahrheit

Fonic Surf Stick unter OpenSuse und auf dem Eee-PC nutzen

10.12.2008 Spontanes Surfen ohne Festnetzanschluss kann ganz schön teuer sein. Wer jedoch einen Surf-Stick von Fonic mit dem entsprechenden Tarif besitzt, kann für 2,50 Euro einen ganzen Tag lang frei surfen, auch unter Linux.

Wir erhielten von Fonic einen aktuellen Teststick. Der Fonic Surf Stick kostet 100 Euro (inklusive 10 Euro Startguthaben) und kommt mit einer passenden SIM-Karte, die man auch zum Telefonieren benutzen kann. Die Kosten bleiben überschaubar: Telefonieren und SMS-Versand schlagen mit 9 Cent pro Minute respektive SMS zu Buche. Sobald man online geht, werden 2,50 Euro von der Prepaid-Karte abgezogen.

Da man über Umtsmon oder Kmobiletools mit dem Stick auch SMS-Nachrichten verschicken kann, fragten wir bei Fonic kurz nach, wie hier die Kosten ausfallen: SMS-Nachrichten sind durch die Flatrate nicht abgedeckt, umgekehrt werden aber beim Verschicken von Kurznachrichten keine 2,50 Euro abgezogen.

Der Huawei-E160-Stick stellt neben dem UMTS/HDSPA-Modem einen Kartenleser für Micro-SD-Karten bereit, der auch unter Linux seinen Dienst verrichtet. Wer den Stick neu gekauft hat, sollte nicht vergessen, die SIM-Karte auf http://www.fonic.de zu registrieren.

Setup unter OpenSuse 11.0

Die Installation des Sticks unter OpenSuse verläuft problemlos. Er wird sowohl als USB-Modem als auch als Massenspeichergerät automatisch und korrekt erkannt. Man richtet einfach von der DVD oder aus dem OSS-Repository Umtsmon ein und startet es als Root über kdesu umtsmon. Danach erscheint automatisch die PIN-Abfrage.

pin-abfrage

Die Fonic-SIM-Karte ist per PIN geschützt

Wer die Karte gerade frisch registriert hat, muss unter Umständen noch ein paar Minuten warten, bis sie freigeschaltet wird. Hat alles geklappt, zeigt Umtsmon o2-de als Provider an (Fonic gehört zu Ozwei).

umtsmon-main

Das Hauptfenster von Umtsmon

Jetzt gilt es Umtsmon noch mitzuteilen, dass es sich mit Fonic verbinden soll. Dazu ruft man den Menüpunkt Verbindung / Profile bearbeiten auf und legt über Profil hinzufügen ein neues Profil samt passendem Namen an. Anschließend klickt man auf Profil bearbeiten und gibt als APN pinternet.interkom.de an. Die übrigen Felder können alle unverändert bleiben.

umtsmon-profil

Umtsmon muss nur die richtige APN wissen.

Nach zwei weiteren Klicks auf Speichern und OK ist Umtsmon einsatzbereit. Bei mehreren Profilen muss man noch das gewünschte aktivieren, bei einem einzelnen Profil erledigt Umtsmon das automatisch. Der Verbindungsaufbau funktioniert über Verbindung / Verbinden oder [Strg]+[C], die 2,50 Euro werden genau in diesem Moment fällig :-)

Wer Umtsmon nicht als Root benutzen möchte, fügt den eigenen Benutzeraccount über YaST der Gruppe uucp hinzu. Danach kann man das Tool auch als normaler Benutzer starten. OpenSuse erkennt zwar Speicherkarten im USB-Stick, mountet diese aber nicht automatisch. Ein fdisk -l zeigt die passende Gerätedatei an.

Kurznachrichten

Um eine SMS zu verschicken, wählt man SMS / Neue SMS und gibt danach die Telefonnummer und die Nachricht ein. In den Tests zeige Umtsmon zwar oft eine Fehlermeldung an, der Versand gelang in der Regel jedoch problemlos. Dummerweise kann Umtsmon keine SMS-Nachrichten anzeigen − hier hilft unter Linux zum Beispiel Kmobiletools aus.

[Update: OpenSuse 11.1]

Wie einige Leser berichteten, muss man unter OpenSuse 11.1 ebenfalls den Umweg über /etc/usb_modeswitch.conf gehen, wie im folgenden Abschnitt zum Eee-PC beschrieben. Den Quellcode des Tools gibt es hier. Einfach im Dateimanager entpacken und dann im Verzeichnis sudo make install aufrufen. Die weitere Vorgehensweise ist im folgenden Abschnitt beschrieben.

Auf dem Eee-PC

Das Setup auf dem Eee-PC mit Xandros gestaltet sich etwas komplizierter, ist aber auch für einen Laien machbar. Für unsere Tests benutzten wir ein frisch installiertes System mit sämtlichen Updates. Zunächst muss man sich ein passendes Umtsmon-Paket besorgen, da das Xandros des Eee-PC dieses Paket nicht mitbringt. Danach fehlt noch ein kleines Hilfstool, welches das UMTS-Modem in den richtigen Zustand versetzt: usb_modeswitch. Passende Pakete von beiden Tools gibt es hier. Die beiden DEB-Pakete speichert man mit Firefox oder einem beliebigen anderen Browser in My Documents. Danach öffnet man über [Strg]+[Alt]+[T] ein Terminalfenster und installiert:

sudo dpkg -i umtsmon*.deb
sudo dpkg -i usb-modeswitch*.deb

Jetzt kommt der trickreichste Teil. USB-Modeswitch legt unter /etc/ die Konfigurationsdatei usb_modeswitch.conf an. Dort gilt es noch ein paar kleine Änderungen vorzunehmen. Dazu öffnet man ein Terminalfenster, ruft den Befehl sudo kwrite auf und öffnet dann im KDE-Editor die Datei /etc/usb_modeswitch.conf. In der Zeile 248 finden sich Einträge für die Huawei-Geräte E220, E270 und E870, die Einstellungen gelten aber auch für den E160-Stick. In Zeile 248 und 249 vor DefaultVendor und DefaultProduct entfernt man jeweils das Semikolon, gleich darunter in Zeile 252 und 253 ebenfalls. (Zwar steht in der Datei, man solle nur einen der zwei Einträge auskommentieren, beide schaden aber ebenfalls nicht.) Nun speichert man die Änderungen über [Strg]+[S] und schließt den Editor.

Jetzt kann man Umtsmon starten. Bei einem Aufruf als normale Benutzer zeigt das Tool eine Fehlermeldung an, weil man keinen Zugriff auf USB-Modeswitch hat. Hier muss man entweder Umtsmon über den Befehl sudo umtsmon starten oder usb_modeswitch auch für Benutzer ausführbar machen. Hat alles geklappt, erscheint die PIN-Abfrage. Die restliche Anleitung deckt sich mit den Beschreibungen im Suse-Teil. Auch auf dem EeePC muss man die Micro-SD-Speicherkarte von Hand einhängen.

umtsmon-eeepc-error1

Sehen Sie diese Fehlermeldung, müssen Sie Umtsmon über sudo umtsmon starten.

Fazit

Der Fonic Surf Stick eignet sich sehr gut, um auch unter Linux problemlos online zu gehen. Die Anleitung lässt sich mit kleinen Abweichungen auf jede aktuelle Linux-Distribution übertragen, je nach Aktualität des Kernels benötigt man zusätzlich zu Umtsmon noch USB-Modeswitch. Das Fonic-Angebot ist zwar sehr günstig, eignet sich aber nicht zum Vielsurfen: Wer den Stick täglich nutzt, kommt mit einer traditionellen Flatrate deutlich günstiger davon. Zudem funktioniert der Tarif nur innerhalb Deutschlands, Roaming gibt es vorerst keines.

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Kommentare
Opensuse 11.2
Harry (unangemeldet), Freitag, 02. April 2010 19:39:01
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Suse LINUX 11.1
Ralf (unangemeldet), Freitag, 12. Juni 2009 14:42:41
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Re: Suse LINUX 11.1
Marcel Hilzinger, Freitag, 03. Juli 2009 13:37:30
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Werd ich kaufen
Mario Eder, Freitag, 15. Mai 2009 19:47:38
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Alle Anbieter im Vergleich
www.freeconnect.de blogger (unangemeldet), Donnerstag, 19. März 2009 13:12:28
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FONIC Datendienst auch im Ausland?
Piccolino81 (unangemeldet), Dienstag, 30. Dezember 2008 03:04:25
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Re: FONIC Datendienst auch im Ausland?
Meinereiner (unangemeldet), Dienstag, 13. Januar 2009 17:32:41
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Setup unter Ubuntu
Jochen Staerk (unangemeldet), Mittwoch, 24. Dezember 2008 20:42:09
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Fonic Surf Stick unter Ubuntu
Dude (unangemeldet), Mittwoch, 24. Dezember 2008 00:42:48
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Michael
Gesperrte Ports (unangemeldet), Samstag, 13. Dezember 2008 17:40:33
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-
Re: Michael
Marcel Hilzinger, Montag, 15. Dezember 2008 08:57:53
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Artikelüberschriften auf LC
Harald Milz, Donnerstag, 11. Dezember 2008 11:07:10
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Re: Artikelüberschriften auf LC
Kristian Kißling, Donnerstag, 11. Dezember 2008 13:58:10
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Re: Artikelüberschriften auf LC
Erwin Eggenberger, Donnerstag, 11. Dezember 2008 16:57:28
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Re: Artikelüberschriften auf LC
Marcel (unangemeldet), Donnerstag, 11. Dezember 2008 20:02:05
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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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