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Firmware-Update erweitert Moros-Router

Firmware-Update erweitert Moros-Router

Markus Feilner
21.06.2010
Der Regensburger Hersteller Insys-Tec hat für seine Router der Version 2.1 ein kostenloses Update auf die neueste Firmwareversion bereitgestellt, das erstmals alle VPN, Firewall- und Redundanz-Features kostenlos beinhaltet.

Von der neuen Firmware profitieren alle Kunden, die Moros-Router der Version 2.1 im Einsatz haben. Sie können laut einer Mitteilung von Insys-Tec kostenlos auf die neue Version upgraden und kommen so ebenfalls in den Genus der bisher kostenpflichtigen VPN-, Redundanz und Firewall-Funktionen des Mini-Router für den Fabrikschaltschrank.

Für den Schaltschrank: Der Moros Router von Insys-Tec.

Neu in Version 2.1 ist auch der Support für IPsec und erweiterte Logging-Funktionen. Der fünfte Port des Switches kann jetzt auch als Intranet konfiguriert werden, wobei statische und dynamische Adressen erlaubt sind. Auch das LAN lässt sich nun in das Redundanz-Konzept integrieren (allerdings nur mit maximal drei der fünf Anschlüsse) und die serielle Schnittstelle lässt sich als serielles Ethernetgateway jetzt auch für ausgehende Verbindungen und als Telnet-Server-Emulation nutzen.

Moros setzt auf lüfterlose Hardware und weitgehend unveränderte Open-Source-Software auf Linux (Das Linux-Magazin berichtete.). So verwendet der Hersteller beispielsweise ausgiebig OpenVPN, um die Remote-Administration unabhängig von der darunterliegenden Netzwerkverbindung zu gestalten. Die nur knapp 15 cm großen quadratischen Geräte lassen sich dank Standard-Einbauhalterungen in jeden Elektronik-Schaltschrank einbauen und stellen dann die Verbindung zu CAD- oder ähnlichen Maschinen in Fertigungsstraßen Zahlreiche Geräte der Moros-Baureihe verfügen über redundante Zugriffsmöglichkeiten aufs Internet, die die Managementsoftware von Insys-Tec verwaltet. So versucht der Router zunächst DSL, bei einem Scheitern verwendet er das eingebaute Modem, ISDN-Modul oder eine der beiden verfügbaren GSM-Slots. Für den Admin in der Zentrale ist er jedoch immer als VPN-Endpunkt erreichbar.

Die Moros-Geräte sind für den Einbau an Standorten mit hohen Ansprüchen an Temperatur, Strahlung und Robustheit ausgelegt. Dementsprechend ist der Preis etwas höher als bei gleichwertigen Geräten, jedoch verspricht der Hersteller eine lebenslange Vor-Ort-Garantie. Das Moros-Webinterface ist die einzige proprietäre Komponente.

Update: Ein weiteres interessantes Feature der Moros-Version 2.1 ist eine Sandbox, in der Admins eigene Skripte, Programme oder sogar ganze Server starten können. Michael Kress, Entwickler bei Insys-Tec zu Linux-Magazin Online: "Alles, wofür Sie keine Root-Rechte brauchen, lässt sich darin benutzen. Unternehmen sparen sich damit in der Werkhalle eventuell einen ganzen Industrie-PC, zumindest für kleinere Applikationen." Mehr Details zur Sandbox finden Interessierte in der mitgelieferten FAQ-Textdatei.

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