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Kleiner Browser ganz groß

Firefox wird 5 Jahre

09.11.2009 Am 9. November 2004 startete offiziell der Open-Source-Browser Firefox. Zum fünften Geburtstag ein kurzer Rückblick.

Unter der Überschrift "Feuer" veröffentlichten Firefox-Anwender vor knapp fünf Jahren eine große Werbeanzeige in der FAZ, die sie selbst finanziert hatten. Beworben wurde die Version 1.0 des kostenlosen Mozilla-Browsers Firefox, die Namen der 2403 Spender listete die Anzeige in winzigen Buchstaben - und nicht alphabetisch geordnet - auf. In kürzester Zeit hatten die Fans die dafür notwendigen 48.000 Euro gesammelt.

Tatsächlich markierte die Anzeige nicht den offiziellen Start des Browsers. Dieser wurde am 9.11.2004 offiziell freigegeben, die Anzeige erschien knapp einen Monat später, Anfang Dezember. Die Aktion hat sich allerdings in das Gedächtnis vieler User eingebrannt. Sie zeigt, was die Community und der Open-Source-Gedanke möglich machen.

Firefox ging ursprünglich aus dem Mozilla-Projekt hervor, dass in der Mozilla Suite ein ganzes Bündel an Programmen miteinander kombinierte: Browser, E-Mail-Programm, Editor und News-Reader - alles in einem. Als alleinstehendes Programm sollte der schlanke Browser deutlich schneller starten und Seiten effizienter ausliefern.

Mittlerweile ist Firefox eine fest etablierte Browser-Marke und längst nicht mehr der alleinige Konkurrent des Marktführers Internet Explorer. Firefox wollte Marktanteile zurückerobern, die sich Microsoft von Netscape durch die Kopplung des Internet Explorer an sein Betriebssystem verschafft hatte. Zugleich positionierte sich Firefox 1.0 gegen Apples Browser Safari.

Inzwischen liegt Firefox laut Zdnet in Deutschland mit knapp 40 Prozent Nutzung deutlich vor dem Internet Explorer. Weltweit sieht es allerdings anders aus: Laut Marketshare.hitslink.com nutzen 24 Prozent der User den Feuerfuchs, Tendenz steigend. Microsofts Browser verwenden hingegen noch immer 65 Prozent der Anwender, Tendenz aber fallend. Chrome, Safari und Opera liegen mit einem Marktanteil von jeweils unter 5 Prozent deutlich dahinter. Herzlichen Glückwunsch, Firefox - auf dass Du im Alter nie fett und träge wirst!

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Kommentare
Als Ossi vom IE über Mozilla zu Firefox (und "nebenbei" auch noch zu Linux)...
Hussa (unangemeldet), Montag, 09. November 2009 21:05:41
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Damals noch der völlige DAU, benutzte ich unter'm nicht mehr so aktuellen Windows 98 den IE, um das mir gerade zugänglich gewordene Internet per 128er-Modem zu erkunden. Im Bewusstseinszustand irgendwo zwischen "völlig blauäugig" oder "blond" befindlich, war ich höchst erstaunt darüber, als mir mein Bruder empfahl, bei Gelegenheit auch 'mal in der Systemsteuerung auf die Internetoptionen zu achten.

Puuh, wat'n dat'n?

Nach Recherchen zu in diesem Zusammenhang gefallenen Stichworten wie: Elektronische Überwachung und Persönlichkeitsprofil, durfte es erstmal Mozilla sein, denn der ganze STASI-Wahn lag gar nicht weit zurück. Opera hätte es evtl. auch sein können, aber aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen fiel die Entscheidung anders aus. Hinterher empfahl ich an IE-Alternativen Interessierten beide.

Dann kamen Firefox und Thunderbird. Ihnen bin ich Dank ihres modularen Aufbaus -sprich: der Erweiterungen- bis heute, ob nun unter Windows oder dem in der Zwischenzeit "entdeckten" Linux (damals: Suse, heute: Ubuntu; immer noch Dual-Boot ;) ), treu geblieben.

Hussa

P.S.: Als ich das Firefox-Icon plötzlich auch bei einem von mir bisher als "Computer-Versteher" gesehenen Bekannten auf dem XP-Desktop wahrnahm, konnte ich innerlich nur noch lachen, da ich ihm den Browser schon 2 Jahre zuvor mittels persönlich zusammengestellter Open Source- & Freeware-CD längst "empfohlen" hatte... Kurze Zeit später wurde ich von ihm gefragt, ob ich nicht ein "gutes" Linux-System kennen würde... Hussa, das mir als lernwilligem DAU! ;)



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Naja +2 Jahre
Daniel Gultsch, Montag, 09. November 2009 10:17:11
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Naja 5 Jahre ist Version 1.0 jetzt alt. Aber davor gabe es nochmal gut 2 Jahre Phoenix und Firebird.
Kann mich noch errinern. Muß wohl so Sommer 2003 gewesen sein da hatte ich mir in den Kopf gesetzt eine kleine/schnelle Alternative zum Internet Explorer zu finden (damals noch Windows) und bin halt beim kleinesten/unbedeutensten/unwichtigsten/unbekanntesten Browser hängen geblieben: Firebird 0.6. Damals wurde die .exe noch über eine Seite firebird-browser.de verteilt. Was Mozilla war wusste ich damals noch nicht.

Der weltweite Hype ging wohl so mit 1.5 los - obwohl die FAZ Aktion damals schon krass war. Leider hab ich mich damals nicht beteiligt weil armer Schüler und so halt.

Ha! Ich liebe es das Wort "damals" in den Mund zu nehmen.


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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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