Firefox 3 jagt Weltrekord

Firefox 3 jagt Weltrekord

Kristian Kißling
17.06.2008

Heute startet die Rekordjagd: Ab 19 Uhr deutscher Zeit (17 Uhr GMT) steht der neue Firefox 3 zum Download bereit. Das ist nicht alles: Die Firefox-Macher wollen damit auch ins Guinness-Buch der Rekorde. Die Anzahl der Downloads innerhalb von 24 Stunden soll eine neue weltweite Bestmarke setzen.

Um das Ergebnis festzustellen, wird die unabhängige Guinness-Jury die Logdateien des Projekts auswerten. Das Ergebnis der Jagd nach dem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde steht aber erst in etwa einer Woche fest. Die Zeitangaben zum Start des Downloads stammen indes von "mozillafirefox" auf Twitter. Hier können Interessierte den aktuellen Status des Projekts nahezu live verfolgen.

Was kann der neue Firefox?

Rekordjagd hin und her - lohnt sich der Download des neuen Firefox überhaupt? Ein Blick auf die Release Notes des letzten Release Candidate zeigt: Der Browser nutzt die neue Version 1.9 der Rendering Engine Gecko, was ihn performanter und stabiler machen soll. Dank etwa 15.000 Änderungen an der Engine in den letzten drei Jahren, soll der Browser nun auch sicherer sein und einfacher zu maintainen.

Sicherheit

Wie schon Opera 9.5 bringt auch Firefox 3 einen Malware-Schutz mit. Beim Betreten von Webseiten, die bekanntermaßen Viren, Trojaner und Würmer beim Anwender installieren wollen, warnt der Fuchs. Zugleich zeigt er im Favicon an, wem eine Seite gehört, ob die Verbindung abhörsicher ist und ob sich die Betreiber der Seite sicher identifizieren lässt. Der neue Firefox warnt Benutzer auch, wenn sie Phishing-Seiten besuchen, die unter falschem Vorwand sensible Daten ausspionieren.Trifft der Feuerfuchs auf ein ungültiges SSL-Zertifikat, gibt er eine deutlichere Warnung. Auch gegen Cross-Site-Scripting-Attacken und Datenlecks schützt der Browser besser.

Bedienkomfort

Add-ons sollen sich nun einfacher installieren lassen. Der Download-Manager kann Downloads anhalten und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen, zudem zeigt er den Namen der Webseite, von der ein Download kommt. Per Tastaturkürzel können Benutzer in Webeiten hineinzoomen, den Text und/oder die Bilder vergrößern. Die Einstellungen speichert Firefox für den nächsten Besuch auf der Seite. Podcasts und Videocasts lassen sich einer bestimmten Software zuordnen, die sie ausführt. Praktisch: Der Anwender kann nun in einem Text mehrere Stellen zugleich markieren. Nicht zuletzt integriert sich der Browser in das native GTK-Theme von Gnome. Ein Webcast zeigt zudem recht schön, wie man Firefox 3 personalisiert. Bookmarks lassen sich etwa schnell verschlagworten, um sie später einfacher wiederzufinden. Auch vormals besuchte Seiten spürt der Anwender schneller wieder auf.

Schneller, höher, weiter

Glaubt man einigen Analysten, gehört Webanwendungen, die nur im Browser laufen, die Zukunft. Ob das stimmt, sei dahingestellt - zumindest holt Firefox 3 solche Anwendungen fixer auf den Bildschirm, weil er JavaScript schneller rendert. Google Mail und Zoho Office sollen doppelt so schnell erscheinen, wie im Firefox 2. Beim Acidtest, der Browser auf Konformität mit den Webstandards überprüft, schnitt die Firefox 3 Beta 5 (71 von 100 Punkten) gegenüber Firefox 2.0.0.14 (53 von 100 Punkten) deutlich besser ab.

Auch den Memory Footprint, also den Verbrauch an Arbeitsspeicher, wollen die Entwickler gesenkt haben. Das wäre gut, denn Firefox 2 erwies sich an einigen Punkten als speicherfressendes Monster, was vor allem den Einsatz auf leistungsschwächeren Rechnern erschwerte. Zudem haben die Entwickler die "hunderte Speicherlecks" repariert.

Heute Abend steht der neue Firefox vermutlich auf dieser Webseite zum Download bereit, weitere Informationen zur Rekordjagd bietet die Infoseite zum Download-Day auf Spreadfirefox.com.

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