Mehr Privatsphäre, erste Ansätze von WebRTC

Firefox 20 ist da

Firefox 20 ist da

Tim Schürmann
03.04.2013
Die neue Version bietet Verbesserungen beim privaten Modus, enthält erste Teile der WebRTC-API und bringt einen generalüberholten Downloadmanager mit.

Letzterer erscheint jetzt nicht mehr in einem separaten Fenster, sondern ist als Symbol in die Navigations-Symbolleiste integriert (rechts neben dem Eingabefeld für die Suche). Das Symbol zeigt dort den Fortschritt mit einem kleinen Balken sowie die verbleibende Restzeit an. Sobald der Benutzer auf das Symbol klickt, erscheint eine Art überdimensionaler Tooltipp, der die einzelnen Downloads auflistet. Dieses Fenster übernimmt alle Funktionen des alten Downloadfensters, zeigt aber standardmäßig nur drei Einträge an - die übrigen muss man explizit mit einem weiteren Mausklick einblenden.

Den privaten Modus können Anwender jetzt für jedes Fenster separat aktivieren beziehungsweise deaktivieren. Es genügt dazu, einen Link mit der rechten Maustaste anzuklicken und die Seite dann über den entsprechenden Eintrag im Kontextmenü in einem neuen Fenster zu öffnen. Bis Firefox 19 galt der private Modus noch für die komplette Sitzung, für eine Änderung musste man den Browser neu starten.

Sollte ein Plugin abstürzen, meldet Firefox 20 dies nach 45 Sekunden und bietet dann an, das Plugin neu zu initialisieren. Hat man die Click-To-Play-Funktion aktiviert, kann man jetzt für jede Website festlegen, welche Plugins dort laufen dürfen. Über das neue WebRTC-API getUserMedia erhalten Webseiten Zugriff auf Mikrofon und Webcam. Weitere Teile des WebRTC-API sollen in den nächsten Firefox-Versionen folgen, in den Nightly-Build-Versionen soll bereits die Videotelefonie zwischen Firefox- und Chrome-Browsern funktionieren.

Mit Hilfe der Canvas-Blend-Modi lassen sich Canvas-Elemente mit neuen Effekten überblenden. Audio- und Video-Tags können über das Attribut playbackRate die Abspielgeschwindigkeit vorgeben. Über die neue Developer Toolbox greifen Entwickler schneller auf die wichtigsten Entwicklungswerkzeuge zu, darunter die Webkonsole und den Inspector.

Abschließend soll der Browser jetzt agiler zu Werke gehen. So holt er Seiten flotter aus dem Internet, lädt Dateien schneller herunter und lässt sich fixer beenden. Die Linux-Version von Firefox 20 steht auf dem FTP-Server von Mozilla bereit, dürfte über den Update-Pfad aber auch in Kürze ihren Weg in die Distributionen finden.

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