Fedora Rawhide nutzt standardmäßig X11-Nachfolger

Fedora Rawhide nutzt standardmäßig X11-Nachfolger

Vorbereitung auf Wayland

Tim Schürmann
11.11.2015 Die Entwicklerversion von Fedora startet ab sofort standardmäßig nicht mehr X11, sondern dessen designierter Nachfolger Wayland. Das kündigte Ray Strode hat auf der Mailingliste des Fedora-Projekts an.

Im aktuellen Fedora 23 müssen Anwender im Anmeldebildschirm explizit noch auf Wayland umschalten. Nutzer der Entwicklerversion Fedora Rawhide brauchen das nicht mehr: Entwickler Ray Strode hat gnome-session, gdm, gnome-shell und mutter so angepasst, dass sie unter anderem standardmäßig Wayland verwenden.

Sollte Wayland nicht startet, nutzt Fedora Rawhide automatisch weiterhin X11. Das betrifft vor allem Systeme mit Nvidia-Grafikkarten, die den proprietären Nvidia-Grafikkartentreiber verwenden. Dieser bietet noch keine Wayland-Unterstützung.

Nach den aktuellen Planungen soll Wayland auch im kommenden Fedora 24 auf diese Weise standardmäßig zum Einsatz kommen. Dies ist aber noch nicht in Stein gemeißelt: Sollten Probleme auftauchen, wird Ray Strode die Änderungen wieder zurücknehmen.

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