Fedora 23 veröffentlicht

Fedora 23 veröffentlicht

Mit Gnome 3.18

Tim Schürmann
03.11.2015 Das Fedora-Projekt hat Version 23 ihrer Distribution freigegeben. Wie immer gibt es die drei Varianten Workstation, Server und Cloud.

Fedora 23 Workstation nutzt ab sofort Gnome in Version 3.18, der unter anderem eine Anbindung an Goolge Drive bietet. Des Weiteren kann das Programm zur Softwareaktualisierung jetzt auch Firmware- beziehungsweise BIOS-Updates einspielen – vorausgesetzt, die entsprechende Hardware wird vom zugrundeliegenden Linux Vendor Firmware Service unterstützt. Als Standard-Browser dient Firefox 4.0.1, die Büroumgebung stellt LibreOffice 5.0.0.5. Des Weiteren haben die Entwickler die Wayland-Unterstützung verbessert.

Fedora Workstation und Fedora Cloud richten nur noch Python 3.4 ein. Die von vielen Programmen immer noch vorausgesetzte Version 2.7 müssen Anwender explizit per Hand nachinstallieren. Das Mono-Framework für .NET-Anwendungen meldet sich in Version 4.

Im Fedora Server können Anwender über die Web-Anwendung Cockpit die Distribution bequem aus der Ferne konfigurieren. Ab sofort lassen sich mit ihr jetzt erstmals auch Kubernetes-Cluster verwalten. Docker liegt dabei in Version 1.8 bei.

Alle Varianten nutzen den Linux-Kernel 4.2. Die Entwickler haben zudem viele Programme neu übersetzt und dabei Techniken im Compiler eingeschaltet, die Angriffe und Einbruchsversuche erschweren sollen (Stichworte positionsunabhängiger Code und Address Space Layout Randomization). Darüber hinaus weigern sich OpenSSL und GnuTLS die als unsicher geltenden Verfahren SSL 3.0 und RC4 zu nutzen. Des Weiteren lässt sich die Technik XDG-App testen, bei der einzelne Anwendungen abgesichert innerhalb einer Sandbox laufen.

Das Upgrade auf eine neue Fedora-Version übernimmt ab sofort der Paketmanager DNF, der das alte Verfahren über Fedup ablöst.

Neben den drei Hauptvarianten gibt es noch weitere sogenannte Spins, die unter anderem KDE und Cinnamon als Desktop-Umgebung anbieten oder auf ARM-Rechnern laufen.

Sämtliche Neuerungen finden sich in den ausführlichen Release-Notes, die Downloads auf der Fedora-Homepage.

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