Fedora 22 verlangt Nutzung von AppData

Fedora 22 verlangt Nutzung von AppData

Informationspflicht

Tim Schürmann
23.01.2014 Die Distribution Fedora wird in der Version 22 nur noch solche Anwendungen über das GNOME Software Center zur Installation anbieten, der eine zusätzliche AppData-Datei mit Meta-Informationen beiliegt.

AppData-Dateien nutzen das XML-Format und liefern unter anderem Informationen über die Lizenz und eine Beschreibung des Programms. Die Nutzung von AppData wurde vor allem vom GNOME-Projekt propagiert, das Dateiformat basiert auf dem AppStream-Projekt. Vor allem das neue GNOME Software Center wertet die AppData-Dateien aus und zeigt die darin abgelegten Informationen an.

Auf der Fedora-Mailingliste hat jetzt Richard Hughes angekündigt, dass Fedora 22 über das Software-Center nur noch Programme zur Installation anbieten wird, für die eine AppData-Datei existiert. Alle weiteren Pakete bleiben zwar weiterhin in den Repositories, Benutzer müssen diese aber über die Kommandozeile einspielen.

Laut einer Statistik von Richard Hughes sollen allerdings gerade einmal für 11 Prozent aller Programme in den Repositories AppData-Dateien vorliegen. Bei KDE-Anwendungen sieht es noch schlechter aus: Dort gibt es gerade einmal für 1 Prozent aller Programme AppData-Informationen. Für die Desktop-Umgebung Xfce existieren überhaupt keine AppData-Dateien. Zur Umsetzung bleibt allerdings noch etwas Zeit, Fedora 22 soll erst Anfang 2015 erscheinen.

Ähnliche Artikel

  • Videoschnittprogramm Shotcut arbeitet als „Portable App“
    Die Entwickler des Videoschnittprogramms Shotcut haben pünktlich zum Monatsanfang die Version 16.11 freigegeben. Für Linux-Anwender gibt es allerdings nur wenige Neuerungen.
  • Distribution für Offline-Nutzung jetzt frei verfügbar
    Die Firma Endless Mobile, Inc. hat bislang günstige Mini-Computer vertrieben, die sich insbesondere für die Offline-Nutzung eignen – etwa in Entwicklungsländern. Die auf dem Rechner laufende Linux-Distribution hat das Unternehmen jetzt freigegeben.
  • Schöner verpackt?
    Das aus Kubuntu bekannte Paketverwaltungswerkzeug Muon wird nun direkt von den KDE-Entwicklern betreut und steht nicht mehr nur für Apt zur Verfügung. Neben der Oberfläche hat sich auch das Konzept grundlegend gewandelt.
  • Fedora 20 im Kurztest
    Nach einer Schlingerfahrt in Sachen Stabilität findet das Fedora-Projekt mit dem aktuellen Release "Heisenbug" wieder zu einem stabilen Kurs zurück und nimmt neue Fahrt auf.
  • Tschechische Unternehmer schreiben Preisgeld für Data-Boxes-Zugang aus
    Nach Informationen des europäischen Informationsdienstes Osor hat eine Gruppe aus Unternehmen und Einzelpersonen in Tschechien 3200 Euro Belohnung für einen plattformunabhängigen Zugang zum Korrespondenz-System "Data Boxes" ausgeschrieben.

Kommentare

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 3 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...