Marcel Hilzinger
Die gute Meldung vorweg: Die Gewinnerin des diesjährigen Sommer Spezial heißt Viktoria Schubert. Sie bekommt das von Mark Shuttleworth signierte Asus-Netbook und ein Ubuntu User Jahresabo. Den zweiten Platz teilen sich Robert Voß und Tobias Paßmann. Sie teilen sich das Intel-Mainboard mit Core-i5-Prozessor und den Icy Box Medienserver. Auf dem vierten Platz landete Carsten Bachert. Auch er geht nicht leer aus und bekommt von uns ein paar Sachbücher.
Um ehrlich zu sein: wir hatten etwas mehr erwartet. Wir rechneten mit mehr Teilnehmern und mehr verteilten CDs aber auch mit mehr Mitarbeit von der Community, sei es als konstruktive Kritik zu den Blog-Einträgen oder einfach nur bei der Abstimmung mitmachen. So gewann Viktoria Schubert mit 6 Stimmen, gefolgt von Robert Voß und Tobias Paßmann mit je 2 Stimmen. Von den rund 450 Leuten, die die News zur Abstimmung angeklickt haben, haben sich also nur 11 die Mühe gemacht, an der Abstimmung auch teilzunehmen.
Das Sommer-Spezial hat aber auch schön gezeigt, in welchen Dimensionen wir uns als Linux-Fans und Linux-Desktop-Nutzer bewegen. Ein ähnlicher Wettbewerb mit einem von Bill Gates gezeichneten Netbook hätte bestimmt Tausende von Fans angezogen, ein von Mark Shuttleworth signiertes Netbook lässt die meisten Linux-User kalt. Woran liegt es? Vermutlich war auch die Organisation des diesjährigen Sommer Spezial nicht gut genug, ich vermute aber mehr, dass Linux auf dem Desktop schlicht von keinem Interesse mehr ist.
Als Aufhänger für das aktuelle Sommer-Spezial diente uns die Rede von Mark Shuttleworth auf dem Ubuntu Desktop Summit in Budapest und seine Zahl von 200 Millionen Ubuntu Nutzern, die Canonical erreichen will. Wir haben einen sehr, sehr kleinen Schritt in diese Richtung unternommen und ein paar Hundert Samen in Form von Ubuntu-CDs verstreuen lassen. Hoffen wir, dass diese Samen nicht vertrocknen und schon bald zu zufriedenen Linux-Nutzern heranwachsen und die Spezies "Linux Desktop User" nicht aussterben lassen.
| Kommentare | |||||||||||||||||||
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Es ist einfach auch nicht möglich, die Zahl neuer Linux-Ein- und Umsteiger mit verteilten CDs zu messen. Die erfolgreichste "Überzeugungsarbeit" findet doch meist im kleinen statt und endet nicht unbedingt mit Ubuntu Desktop 32bit sondern oft genug mit etwas völlig anderem, eben was dem neuen Nutzer am angenehmsten ist. Dass insofern Teilnehmer nur schwer zu finden waren, verwundert mich nicht. Ebenso gab das Thema auch nicht so viele interessante Einträge her wie z.B. 2009, wo die Teilnehmer auch Probleme zur Diskussion stellten. Dass sich allerdings an der Abstimmung so wenige beteiligt hatten, finde ich auch traurig, fast als wäre es egal. | |||||||||||||||||||
Wo jetzt hier schon mehrere Menschen geschrieben haben, dass es nur Ubuntu als zu verteilende Distri gab - also es konnten auch andere Systeme verteilt werden. Ich habe neben den Ubuntu CDs auch einen Haufen Zeitschriften bekommen, in denen jeweil DVDs mit verschiedenen Distris wie zB Fedora, OpenSuse etc enthalten waren. Also die Möglichkeit war da. Und ich habe diese Möglichkeit zB auch bewusst genutzt, weil ich es ein gutes Argument für Linux finde, dass es verschiedene Distris gibt, die auf verschiedene Bedürfnisse zugeschnitten sind. Ähnlich wie es ein wichtiges Argument sein kann, dass es verschiedene Oberflächen gibt. Zu dem angesprochenen Punkt, dass die meisten Menschen ihr System einfach benutzen und nicht verstehen wollen - ich würde diesem Punkt ersteinmal vollkommen zustimmen. Aber ich würde da mittlerweile nicht mehr den riesen Unterschied zwischen Systemen wie Windows/Mac und EinsteigerLinuxSystemen machen. Wenn ich auf einem Rechner ein Windows aufsetze, muss ich deutlich mehr Zeit investieren und Treiber runterladen etc, als bei einem Linux System. Dann gilt es halt einfach den Leuten einen guten Support beim Einstieg zu geben und ihnen zB auch gleich Seiten mit guten Wikis an die Hand zu geben. Deswegen mag es im Alltag vielleicht auch besser sein, Linux bei Menschen aus dem Freund_innenkreis zu supporten, weil da einfach eine bessere "Betreuung" möglich ist. Aber ich finde ebenso lässt sich dieser Aktion viel abgewinnen, weil damit Menschen einfach an ein System herangeführt werden können, dass sie sonst vielleich nie ins Auge gefasst hätten. Und ich würde es meinerseits auch als einen Erfolg werten, wenn Menschen zu einen ihre Vorurteile gegenüber Linux loswerden und wenn nach meinen mehreren Hundert verteilten CDs zumindest eine Handvoll mehr Menschen Linux nutzen. Und mir geht es da auch nicht um Missionieren - denn das finde ich auch extrem nervig und unsinnig. Ich finde das ist in diesem Fall, zumindest meinem Anspruch nach, auch nicht zutreffend, weil es vielmehr darum gehen sollte, Menschen Alternativen aufzuzeigen und ihnen nicht zu erzählen, dass Linux nunmal das Beste der Welt sei und sie es unbedingt nutzen sollten. Ich würde an diesem Projekt auf jeden Fall festhalten und werde, falls es zustande kommt, nächste Jahr wohl auch wieder mitmachen... | |||||||||||||||||||
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Ich bin begeisterter Linux Nutzer, muß aber sagen, daß ich Ubuntu nicht mag, käme also auch nicht auf die Idee anderen Leuten Ubuntu anzudrehen. Vielleicht wäre die Aktion größer geworden, wenn auch andere Distris mit am Start gewesen wären. | |||||||||||||||||||
Seit Jahren benutze ich Linux z.B bei Datenrettung wenn Windows Rechner nicht mehr wollen oder können, aber, das war´s dann auch schon für alles andere ist in der Windowswelt vorgesorgt. Und wenn es um Hardware -unterstützung geht dann leider ist Linux immer noch schlecht. wenn nicht sogar sehr schlecht. Und daran ändert auch die Tatsache nichts das ES MITTLERWEILE SO ZIEMLICH EINFACH ZU INSTALLIEREN IST. | |||||||||||||||||||
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