FSFE hält erste Jailbreak-Workshops ab
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FSFE hält erste Jailbreak-Workshops ab

05.09.2012
Die Anfang des Jahres gestartete FSFE-Kampagne "Free your Android" hatte jetzt eine erste Install-Partys zur Folge. Mitte September ist eine für Berlin anberaumt.

Vor etwa einer Woche haben sich demnach 13 Menschen aus Österreich, Frankreich, Deutschland, Slowenien und Spanien für einen Workshop getroffen, wie die FSFE jetzt meldete. Das stolze Ergebnis: "Wir befreiten vier Telefone, aktualisierten drei auf eine neue Version, haben alles dokumentiert und uns Sticker ausgedacht", schreibt Matthias Kirschner im FSFE-Blog.

Kirschner, der bei der Free Software Foudnation Europe als Teamkoordinator arbeitet, hat dazu launige Bilder der Treffen gepostet, die im August stattgefunden haben. Das Posting verlinkt auch verschiedene Dokumentationen und Erfahrungsberichte.

Die nächsten Workshops finden am 9. September in Pristina (Kosovo) und am 15. September in Berlin, Paris und Lubijana (Slowenien) statt. Einzelheiten zur Teilnahme enthält das Posting nicht - dazu sind anscheinend Rückfragen an die FSFE nötig.

Update: Das Linux-Magazin hat bei Matthias Kirschner nachgefragt, wie die Initiatoren darüber informieren, welches Risiko die Teilnehmer mit dem Jailbreak ihres Telefons auf sich nehmen. Sie verlieren zum Beispiel die Gewährleistungsgarantie ihres Anbieters.

Kirschner hat jetzt geantwortet, dass die FSFE auf der Wikiseite zum Workshop unter "Be aware of" darauf eingeht. Er sagt, dieser Teil werde gerade von einem der für die FSFE tätigen Juristen überarbeitet. Kirschner weiter: "Außerdem wollen wir bald Spenden sammeln, um, wenn ein Fall auftritt, auch rechtlich dagegen vorgehen können." Laut Kirschner ist geplant, ein Exempel zu statuieren, wenn ein Anbieter die Gewährleistung wegen eines freien Betriebsystems verneint, aber ein Hardware-Problem vorliegt.

Kirschner fügt hinzu, dass die FSFE im Rahmen der Internet-Enquete-Kommission die politischen Rahmenbedinungen für solche Fälle thematisiert. (ake)

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