FSF publiziert eigene Seite mit freien OpenOffice-Extensions

FSF publiziert eigene Seite mit freien OpenOffice-Extensions

Free OpenOffice

Ulrich Bantle
11.05.2010 Weil das OpenOffice Community Council sich weigerte, der Free Software Foundation (FSF) die Kontrolle über die Extensions für OpenOffice zu überlassen, hat die FSF nun eine eigene Website für Erweiterungen gestartet.

Die FSF verlinkt auf dieser Website eine Liste mit freien Erweiterungen. Anlass für die Aktion war, dass bei der von OpenOffice gehosteten Extensions-Webseite auch einige proprietäre Programme im Angebot sind, was der FSF ein Dorn im Auge ist.

Charles-H. Schulz schreibt in einer Erwiderung für das OpenOffice.org Community Council, dass der Schlüssel zum Erfolg von OpenOffice in der Konkurrenzfähigkeit zu anderen Office-Sammlungen liege. Die Möglichkeit für Entwickler, zusätzliche Features in Form von Extensions beizutragen, bezeichnet Schulz als Alleinstellungsmerkmal. Die Nutzer könnten so selbst entscheiden, welche Erweiterung sie für sinnvoll halten.

Der Forderung der FSF, ihr ein Vetorecht einzuräumen um gegebenenfalls Erweiterungen nicht auf dieser Liste zu dulden, habe OpenOffice nicht entsprochen. Der Nutzer solle selbst vergleichen können, was für ihn nützlich sei. Es gehöre zu den Tatsachen, dass die Mehrheit der OpenOffice-Benutzer die Anwendung auf proprietären Betriebssystemen laufen lassen. Das Community Council sei überzeugt davon, dass ein Angebot an qualitativ hochwertiger Software der beste Weg sei, diese Nutzer von Open Source Software zu überzeugen.

Schulz bedauert, dass der Vorschlag, eine besser sortierbare Liste der OpenOffice-Erweiterungen anzubieten, bei der FSF keine Akzeptanz gefunden habe.

Ähnliche Artikel

  • DTP-Funktionalitäten in OpenOffice 3.2 mit Graphite nutzen
    Eine Neuerung in OpenOffice 3.2 ist der Support für das Font-System Graphite. Ursprünglich vom Summer Institute for Linguistics für mehrsprachige Texte gedacht, lassen sich damit auch zahlreiche DTP-Anliegen lösen.
  • Florian Effenberger legt Ämter bei Openoffice.org nieder

    Florian Effenberger hat aus der Debatte um die Konkurrenzsituation zwischen Openoffice.org und der Document Foundation Konsequenzen gezogen und seine Ämter beim Open-Office-Projekt niedergelegt. Update: Auch Charles Schulz und Christoph Noack sind aus dem Openoffice.org-Council ausgetreten.
  • Umgepackt
    Bereits seit den ersten Versionen kann OpenOffice PDF-Dokumente exportieren. Seit der Version 3.0 steht mit der entsprechenden Extension nun auch ein Import zur Verfügung, der das Bearbeiten von PDFs ermöglicht.
  • Office-Booster
    Zum freien Office-Paket OpenOffice gibt es viele praktische Erweiterungen, die zusätzliche Funktionen einbauen und vorhandene Features verbessern. Welche davon Sie unbedingt ausprobieren sollten, verrät Ihnen dieser Artikel.
  • Tagesordnung der Open-Office Konferenz in Ungarn steht

    Wer sich bis 27. August registriert, den lädt Ungarn als das Gastgeberland zur Konferenzeröffnung sogar in das Parlamentsgebäude ein.

Kommentare

Aktuelle Fragen

Broadcom Adapter 802.11n nachinstallieren
Thomas Mengel, 31.10.2017 20:06, 2 Antworten
Hallo, kann man nachträglich auf einer Liveversion, MX Linux auf einem USB-Stick, nachträglich...
RUN fsck Manually / Stromausfall
Arno Krug, 29.10.2017 12:51, 1 Antworten
Hallo, nach Absturz des Rechners aufgrund fehlendem Stroms startet Linux nicht mehr wie gewohn...
source.list öffnet sich nicht
sebastian reimann, 27.10.2017 09:32, 2 Antworten
hallo Zusammen Ich habe das problem Das ich meine source.list nicht öffnen kann weiß vlt jemman...
Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 6 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...