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Bootbeschleuniger

FOSDEM-Rückblick: Wie stehts um Upstart?

10.02.2009 Um Linux-Rechner schneller zu starten, hat Ubuntu schon 2006 den Init-Ersatz Upstart eingeführt. Für Anwender und Applikationsbetreuer hat sich bis heute aber noch nicht viel geändert. Upstart-Entwickler Scott James Remnant stellte auf der Fosdem den aktuellen Status vor.


Das Problem vieler Distributionen ist die lange Bootzeit. Die hat nun Ubuntu-Chef Mark Shuttleworth mit Blick auf die populären Netbooks für Ubuntu 9.04 ins Visier genommen. Anteil an der langen Bootzeit haben oft Idle-Loops, in denen Anwendungen darauf spekulieren, dass andere Subsysteme schon hochgefahren sind. Wirkliche Abhängigkeiten beachtet das seit Jahren gebräuchliche SysV-Verfahren jedoch nur sehr beschränkt.

Hier setzt Upstart an, indem es eine Beschreibungssprache und einen Ersatz für den Prozessvater Init anbietet. Er verwaltet Ereignisse, Aktionen und Abhängigkeiten. Die aktuelle Version 0.3.9 steckt bereits in Ubuntu 8.10 und in Fedora 10, allerdings jeweils nur mit einem Kompatibilitätsmodus, der die klassischen Skripte ausführt.

Mit dem aktuellen Upstart 0.5 verspricht sich der aus Großbritanien stammende Entwickler jedoch viel mehr. Das Werkzeug kann mittlerweile Ereignisse und Metadaten von vielen Low-Level-Subsystemen wie Udev verarbeiten und nutzt neuerdings D-Bus als Kommunikationskanal. Die Entwickler kämpfen jedoch noch mit regelmäßigen Änderungen in der Syntax. "Gegenwärtig experimentieren wir noch ein wenig", erklärt Remnant das Vorgehen, "aber wir arbeiten nach dem Open-Source-Prinzip, unseren Code früh und oft zu publizieren."

Aus diesem Grund bittet der Anwendungsentwickler noch um ein wenig Geduld. Er hofft mittelfristig, dass sich durch eine mächtiges Verwaltungswerkzeug und eine einfache Beschreibungssprache die Pflege der Startskripte von den Distributionen zu den Anwendungsbetreuern verlagern lässt. "Die kennen ihre Software und ihre Anforderungen am besten", schließt der Canonical-Mitarbeiter.

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