Die Firma Canonical und das von ihr gesponserte Ubuntu-Projekt haben das erste Wartungsupdate für Version 8.04 ihrer Linux-Distribution veröffentlicht. Insgesamt seien über 200 Updates in Version 8.04.1 eingegangen, schreibt der Hersteller. Darunter befindet sich ein Upgrade des Firefox-Browsers auf die fertige Release 3.0 – er war zunächst als Version Beta 5 mitgeliefert worden.
Weitere Verbesserungen betreffen den Samba-Client, Gnomes virtuelles Dateisystem (VFS) sowie die Verwaltung proprietärer Treiber. An einer Behebung gelegentlichen Stotterns bei der Audio-Wiedergabe arbeiten die Entwickler noch. Man habe noch keine Abhilfe gefunden, die nicht alte Fehler (Regressionen) wieder einführe. Näheres zum Audio-Bug gibt es in Ubuntus Launchpad nachzulesen.
Canonical nimmt das Update zum Anlass, nochmals auf eine schwerwiegende Sicherheitslücke (USN-612-1) hinzuweisen: Durch einen Fehler im OpenSSL-Paket sind kryptographische Schlüssel, die auf Ubuntu 7.04, 7.10, 8.04 oder anderen Debian-verwandten Distributionen erzeugt wurden, unter Umständen vorhersagbar. Das macht Dienste wie OpenSSH und OpenVPN angreifbar. Das Problem ist bereits behoben, allen Anwender ist dringend ein Update empfohlen. Aus diesem Grund stellt die Ubuntu-Community auch aktualisierte Versionen der Ubuntu-Derivate Kubuntu, Kubuntu KDE4 Remix, Gobuntu, Xubuntu, und Ubuntu-Studio bereit. Eine Aktualisierung für Mythbuntu soll folgen.
Film und Buch zur Distribution
Für Ubuntu-Einsteiger eventuell auch interessant: Der Verlag Galileo Computing bietet sein Handbuch “Ubuntu GNU/Linux” von Marcus Fischer als HTML-Version kostenlos zum Download an. Das Buch behandelt die aktuelle Version 8.04 “Hardy Heron”, eine 44 MByte große ZIP-Datei beherbergt die komplette Ausgabe mitsamt Bildern. Wer sich an die etwas umständliche Navigation gewöhnt, den erwartet ein umfangreicher Fundus an nützlichen Informationen rund um Ubuntu.
Zusätzlich schiebt der Verlag ein dreistündiges Video-Training für Ubuntu hinterher. Das dient als visueller Guide für die Installation von Ubuntu und hängt die üblichen Youtube-Tutorials dabei ab. Einen kleinen Haken gibt’s dennoch: Gezeigt wird die Installation von “Feisty Fawn”, einer etwas älteren Ubuntu-Variante. Die Schritte bei der Installation ähneln sich zwar, aber in einigen Punkten weichen sie von der aktuellen Ubuntu-Version ab. Einsteiger bringt das Tutorial dennoch weiter, zum Betrachten braucht man einen Browser mit installiertem Flash-Plugin.





