Linux à la française

Erste Alpha von Mandriva Linux 2010

Erste Alpha von Mandriva Linux 2010

Ulrich Bantle / Kristian Kißling
23.06.2009 Mit einer Alpha-Version tritt das im Oktober erwartete Mandriva Linux 2010 an die Öffentlichkeit. Die ersten Gehversuche mit der freien Version – in 32- und 64-Bit – sind erlaubt.

Neu bei Mandriva: Das Build-Tool mkcd wird durch bcd ersetzt. Ansonsten versprechen die Entwickler stark verkürzte Bootzeiten für die neue Ausgabe. Optional gibt es ein Moblin-Paket, das bei schwachbrüstigerer Hardware zum Einsatz kommen kann und einiges mehr.

Plymouth wertet den Bootprozess mit Hilfe von grafischen Animationen optisch auf. Bei nicht unterstützten Chipsätzen kommt hingegen Splashy zum Einsatz. Als Security Framework setzt Mandriva neuerdings auf Tomoyo, das sich zukünftig mit Hilfe einer GUI einrichten lässt.

Ein paar Veränderungen stecken auch bereits in der ersten Alpha: So etwa die zweite Beta von KDE 4.3 und Gnome 2.27.3, eine Vorversion von Gnome 2.28. Auch der kompakte Xfce-Desktop ist in Version 4.6.1 dabei. Als Kernel kommt Version 2.6.30 zum Einsatz, zudem bringt Mandriva 2010 nun den X-Server 1.6.1.901 mit. Compiler der Wahl ist GCC 4.4.

An Software für den Endanwender bringt die Distribution den Multimedia-Player Moovida mit, der vormals Elisa hieß sowie die upgedatete Version 0.13.1 der Videoschnittsoftware Pitivi. Sagemath ist eine Software für Mathematiker, mit bcd lassen sich installierbare ISOs produzieren. Unter dem Namen qemu-kvm kommt auch KVM zum Einsatz, CUPS 1.4 unterstützt Zeroconf/Bonjour und zeigt eine bessere Performance.

Das Mandriva-Wiki listet die Pläne auf. Einige technische Spezifikationen gibt es als PDF. Der Download kann über die Mirrors erfolgen

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