Erneut Einbruch in Debian-Server

Erneut Einbruch in Debian-Server

Die Administratoren der Debian-Entwicklungsserver mussten erneut einen Einbruch verzeichnen. Erst im Juli führten ein kompromittiertes Benutzerkonto und eine Kernel-Schwachstelle zu einem erfolgreichen Angriff auf den Rechner Gluck.

Dieses Mal bildete eine unsichere Webanwendung auf der Maschine Alioth das Einfallstor. Durch eine Sicherheitslücke in Pmwiki konnten die Angreifer PHP-Code einschleusen, mit dessen Hilfe sie anschließend einen IRC-Proxy installierten und in Betrieb nahmen. Das teilte der Server-Administrator Raphael Hertzog auf einer Debian-Entwickler-Mailingste mit.

Die Administratoren hielten den Webserver auf Alioth am 5. September an. Mittlerweile sei der Sicherheitsalarm wieder aufgehoben, hieß es in der Mitteilung.

Hertzog forderte die Projektmitarbeiter auf, nicht wahllos Webanwendungen zu installieren. Laut seiner Ankündigung werden die Administratoren alle Installationen solcher Software überprüfen. Daneben empfahl er, für Webanwendungen nur offizielle Pakete mit Security-Support zu verwenden und nicht benötigte Installationen zu entfernen.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben