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Elektrolimousine Tesla Model S bringt 17-Zoll-Monitor
Linux inside

Elektrolimousine Tesla Model S bringt 17-Zoll-Monitor

24.08.2012
Der kalifornische Hersteller von Elektroautos Tesla kombiniert in seiner Limousine einen 17-Zoll-Bildschirm mit Linux-Betriebssystem.

Sie sind eine der herausragendsten Innovationen des Automobilmarktes der letzen Jahre: Elektro-Fahrzeuge. Genau in diesem Segment hat die kalifornische High-Tech-Schmiede Tesla Motors für Furore gesorgt, als sie mit dem Tesla Roadster ein reines E-Mobil vorstellte, das auf dem Sportwagen Lotus Elise basierte und sportliche Fahrleistungen mit einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern kombinierte. Möglich machten das eine große Anzahl an Lithium-Ionen-Akkus, wie sie auch in Handys und Tablets zum Einsatz kommen.

Tesla Model S: Linux on Board

Jetzt kommt das fünfsitzige Tesla Model S auf den Markt, in dem Open-Source-Software eine wichtige Rolle spielen wird: Auf einem 17 Zoll großen Touchsreen (ein Video zeigt die ungewöhnlich große Oberfläche in der Mittelkonsole) läuft laut CTO Jeffrey B. Straubel, überwiegend selbst geschriebene Software auf einem Betriebssystem, das "eine Art Linux" sei.

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Voll elektrisch und mit Linux: Hinten der Tesla Roadster, vorne das Model S. (Quelle: Tesla Motors)

In einem Interview mit PCWorld bezeichnet Straubel Linux als sehr stabilen Standard, der sich vorzüglich fürs Display und Entertainment-Software eigne. Für Motorsteuerung und ähnliche Systeme nutze Tesla Motors selbst erstellte C-Programme, ohne Betriebssysteme. Damit ein Absturz des Linux-Systems das Model S nicht lahmlegen kann, haben die Entwickler eine klare Trennung zwischen Touchscreen, Entertainment und den Apps eingeführt. So könne man den Monitor sogar während der Fahrt abtrennen. Dann, so Straubel "sehen sie zwar Google Maps nicht mehr, aber sie können immer noch weiterfahren."

Für 50.000 Dollar in sechs Sekunden auf 100

Der kleine Tesla Roadster war mit 100.000 Dollar eher ein kostspieliges Fahrzeug, das Model S will der Hersteller zum halben Preis anbieten. Aber auch an einem Einsteiger-Modell für um 30.000 Dollar arbeitet die Firma Straubel zufolge.

Das knapp fünf Meter lange Model S soll eine Reichweite von über 350 Meilen (etwa 500 Kilometer) haben, den Sprint auf 100 km/h in sechs Sekunden bewerkstelligen und eine Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h erreichen. Ein Ladezyklus für die in verschiedenen Größen verfügbaren Akkus (an jeder herkömmlichen Steckdose) dauert laut Hersteller nur 45 Minuten.

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