Ring frei für Runde 1.2

Ebox 1.2 mit experimentellem Ebox-Desktop

Ebox 1.2 mit experimentellem Ebox-Desktop

Kristian Kißling
20.07.2009 Im April erreichte die eierlegende Wollmilchsau Ebox die Version 1.0, nur 3 Monate später kann man bereits die 1.2 herunterladen. Bei Ebox handelt es sich um einen KMU-Server, also einen Server, der sich an kleine und mittelgroße Unternehmen richtet.

Ebox integriert in modularer Form verschiedene Dienste, wie etwa DNS, Apache und eine Firewall. Diese lassen sich über eine klar strukturierte Weboberfläche einfach verwalten und nutzen. Der Server nimmt dem Anwender also die Arbeit ab, alle Dienste einzeln zu konfigurieren und aufeinander abzustimmen.

Seit unserem letzten Bericht hat sich einiges getan, Ebox 1.2 bringt viele Neuerungen mit und bessert zudem Fehler aus. So ist erstmals ein Backup-Modul an Bord. Router, die im WAN nicht richtig funktionieren, testet Ebox automatisch und sortiert sie aus. Als Groupware lässt sich nun auch Egroupware 1.6 einsetzen. Es gibt zudem ein neues Snort-basiertes Intrusion Detection Modul.

Ebox unterstützt in der neuen Version Konferenzen mit mehreren Usern in Jabber, kennt die meisten DynDNS-Provider, über die sich lokale Rechner in Internetserver verwandeln lassen und lässt ein Antiviren-Tool für den Webproxy zu. Auch in Samba kann man ein Virencheck integrieren. Über Hooks, die man vor oder nach dem Speichern der Konfiguration eines Ebox-Moduls ausführen lässt, passt man die Software mit Hilfe von Skripten den eigenen Bedürfnissen noch besser an.

Alle Desktops und Arbeitsplätz in einem Netzwerk, die der Ebox-Server verwaltet, lassen sich zukünftig mit einem Ebox-Desktop ausstatten. Der scheint auf Gnome zu basieren und liegt momentan noch in einer experimentellen Form vor. Er bringt aber schon eine LDAP-Authentifizierung mit sowie eine Autokonfiguration für die Ebox-Dienste. Anwendungen wie Evolution, Nautilus, Ekiga und Pidgin nutzen dabei automatisch die Möglichkeiten, die der Server anbietet.

Wer eine bestehende Konfiguration von Ebox updaten will, sollte sich zunächst das Announcement durchlesen. Ein Upgrade der Version 1.0 auf 1.2 schlägt vermutlich fehl. Zudem sollten Anwender aufgrund des Wechsels von Egroupware 1.4 auf 1.6 die Groupware-Datenbank sichern. Auch hat das Projekt mit der aktuellen Variante seiner Software die Struktur der Datenbank geändert: Im PPA, das sich über die Zeile deb http://ppa.launchpad.net/ebox/1.2/ubuntu hardy main einbinden lässt, gibt es fortan für jede Major-Version von Ebox eine eigene Paketquelle.

Ähnliche Artikel

Kommentare

Aktuelle Fragen

Rootpasswort
Jutta Naumann, 29.01.2015 09:14, 1 Antworten
Ich habe OpenSuse 13.2 installiert und leider nur das Systempasswort eingerichtet. Um Änderungen,...
Neue SuSE-Literatur
Roland Welcker, 14.01.2015 14:10, 1 Antworten
Verehrte Linux-Freunde, seit Hans-Georg Essers Buch "LINUX" und Stefanie Teufels "Jetzt lerne ich...
DVD abspielen unter openSUSE 13.1
Michael Pfaffe, 12.01.2015 11:48, 6 Antworten
Hallo Linuxer, Bisher habe ich meine DVD´s mit linDVD unter openSUSE abgespielt. Mit der Versi...
Kontrollleiste SuSE 12.3 gestalten
Roland Welcker, 31.12.2014 14:06, 1 Antworten
Wie bekomme ich das Icon eines beliebigen Programms (aktuell DUDEN) in die Kontrollleiste und kan...
flash-player
roland reiner, 27.12.2014 15:24, 7 Antworten
Mein Flashplayer funktioniert nicht mehr-Plug in wird nicht mehr unterstütz,auch über google chro...