Wie im September letzten Jahres berichtet, plante das isländische Softwarehaus CCP Linux- und Mac-Varianten seines Weltraum-MMORPG (Massive Multiplayer Online Roleplaying Game) namens EVE Online. Seit November ist es soweit: aufsetzend auf der kommerziellen Wine-Version Cedega aus dem Hause Transgaming können sich Spieler nun auch zu sogenannten Corporations zusammenschließen und um die Vorherrschaft im Weltall kämpfen, ohne Windows einsetzen zu müssen.
Offiziell unterstützt werden Ubuntu 7.04 oder neuer, OpenSuSE 10.2 oder neuer und Linspire 6 oder neuer. Es gibt allerdings Installationsanweisungen für diverse andere Distributionen, darunter Gentoo und Slackware. Während es für diese keinen offiziellen Support gibt, werden doch zumindest die Paketabhängigkeiten aufgelistet. Im Moment scheint eine GeForce-Grafikkarte von NVidia zwingend notwendig zu sein.
Es gibt eine gesonderte Linux-Sektion in den Foren. An den Diskussionen nehmen Entwickler aktiv teil. Das hört sich an dieser Stelle wie Werbung an. Dass man diesen Eindruck gewinnen kann, zeigt jedoch, dass man als Linux-User leider immer noch nicht gewohnt ist, dass solche eigentlich selbstverständlichen Dinge wie dedizierter, OS-spezifischer Support an der Tagesordnung sind. Es ist daher gut zu wissen, dass es Hersteller gibt, die den Schritt in noch relativ unbekanntes Land wagen. Dabei wird auch auf die Community gesetzt: es werden noch Bewerbungen für Bughunter angenommen.
Für EVE werden pro Account monatliche Gebühren fällig. Auch für Cedega wird man noch einmal regelmäßig zur Kasse gebeten, wenn auch für einen vergleichsweise geringen Betrag.
Kleines Schmankerl am Rande: Sowohl server- als auch client-seitig läuft EVE zu einem erheblichen Teil auf quelloffener Software, Stackless Python.





Na, da werden sich ja alle Besitzer einer ATI-Karte mächtig freuen. Halbe Sachen, nenne ich das. Kein Spiel würde auf den Markt kommen, wenn die Windows-Variante nur Nvidia unterstützt. Das könnte sich kein Publisher leisten. Aber bei Linux wird darüber hinweggesehen – hurra, es gibt was. Zumindest für jene, die Nvidia-Karten haben :-(
Da fällt mir noch ein Edit ein, weil ich das zuvor vergessen habe – sorry, habe nicht gefunden, wie ich meinen ersten Beitrag editieren kann:
Also habe ich das richtig verstanden, dass für mich als Linux-Nutzer mehr Kosten entstehen, weil ich auch noch Cedega bezahlen muss? Hübsch. Unter Linux entstehen erst einmal die gleichen Preise wie unter win, fast 15 Euro/ Monat. Dafür muss ich dann aber eine Nvidia haben UND muss – anders als Win-User – auch noch Cedega bezahlen, weil die Programmierer keine echte Linux-Version anbieten. Ah ja … ;-(