EFF protestiert gegen DRM in HTML 5
Gegen DRM

EFF protestiert gegen DRM in HTML 5

30.05.2013
Die Electronic Frontier Foundation hat sich formal gegen einen W3C-Entwurf ausgesprochen, der DRM über die Encrypted Media Extension (EME) zum Teil des HTML-5-Standards machen möchte.

Die Formal Objection der EFF richtet sich gegen den Entwurf der Charta der HTML WG, damit mittelbar auch gegen EME. "Dieser Vorschlag steht abseits aller anderen Aspekte der HTML-Standardisierung." schreibt Danny O'Brien von der EFF. "Er definiert eine neue Blackbox für die Unterhaltungsindustrie und schirmt sie gegen eine Kontrolle durch den Browser oder den User ab." Daher habe die EFF Einspruch unter anderem gegen die Integration der Encrypted Media Extension in HTML 5 erhoben. Diese würde die Innovation im Web bremsen und global den Zugriff der Menschen auf Inhalte blockieren.

Nicht nur habe sich DRM in der Vergangenheit in den meisten Fällen als unwirksam erwiesen. Die Befürchtung steht auch, dass EME dazu führt, dass andere Rechteinhaber dieselben Privilegien wie Hollywood verlangen, was zu einem Web führen würde, in dem sich Bilder nicht mehr speichern oder durchsuchen ließen, Werbung nicht blockiert werden könne und innovative Browser nur mit expliziter Zustimmung der großen Rechteinhaber konkurrenzfähig seien.

Als Vollmitglied der W3C hat die EFF daher Einspruch erhoben und fordert, eine Diskussion über die Zukunft des Internet zu führen. "Der EME-Vorschlag muss als das betrachtet werden, was er ist: Eine Erfindung, die Open-Source-Entwickler und Konkurrenz ausschließt, Interoperabilität wegwirft und alte Business-Modelle festschreibt." Der komplette Widerspruch lässt sich hier nachlesen, eine interessante Diskussion zum Thema gibt es hier.

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