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Fosdem 2010: Hurd lebt!

Distronews von der Fosdem

Auf der Fosdem in Brüssel tauchten Totgeglaubte aus der Versenkung auf (Hurd), Etablierte setzten sich an den runden Tisch (Opensuse, Fedora, Debian) und fast Vergessene meldeten sich zurück (Opensuse für PowerPC).

Besucher der Fosdem suchten im Gegensatz zu vergangenen Jahren vergeblich nach Vortragsreihen der großen Distributionen. Stattdessen setzten die Organisatoren auf einen gemeinsamen Track: "Es war spannend zu erfahren, wie andere Projekte ihre Server verwalten", sagt etwa Klaas Freitag von Opensuse, "wir betreiben unseren Open Build Service in einem zentralen Rechenzentrum, andere Distributionen verteilen ihre Computer über die ganze Welt." Andere Vorträge beschäftigten sich mit Wünschen an und dem Umgang mit Upstream-Maintainern, oder um Fragen des Community-Managements. So erläuterte Ex-Fedora-Chef Max Spevack den Anwesenden in "Fedora Governance", was das Projekt im Inneren zusammenhält.

Doch nicht nur der Mainstream verschafft sich Gehör. Einige Besucher wunderten sich über einen Wiedergänger unter den Betriebssystemen - doch Olaf Buddenhagen versicherte in seinem Vortrag, dass "The Hurd" lebt. Der Berliner beschäftigte sich in seiner Master-Arbeit mit Hurd. Ebenfalls reanimieren möchte der KVM-Kernelentwickler und Novell-Angestellte Alexander Graf Opensuse für PowerPC. Da er beruflich viel mit Portierungen der Linux-Virtualisierungstechnik KVM zu tun hat, würde er die Distribution mit dem Gecko gerne wieder für die Power-Plattform anbieten: "Wenn ich noch ein paar Mitstreiter finde, die mir helfen, müsste das bis Opensuse 11.3 zu schaffen sein. Die KVM-Erweiterungen dazu sind fast fertig."

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