Mint ist der Shootingstar der letzten Jahre unter den Linux-Distributionen, und konnte vor allem durch den Verzicht auf die ungeliebte Oberfläche Unity Mint viele Fans gewinnen. Mint ersetzt Unity wahlweise durch Mate oder Cinnamon, zwei an unterschiedlichen Gnome-Versionen angelehnten, eher klassisch wirkenden Desktop-Umgebungen. Das zahlt sich aus: Auf Distrowatch beispielsweise belegt Mint seit Monaten und mit deutlichem Abstand Platz 1 der beliebtesten Distributionen. Anfang Dezember erschien die Version 14 "Nadia", die auf Ubuntu 12.10 basiert, und jetzt gehen die Planungen für Nummer 15 los.
Jetzt hat Entwickler Lefebvre in einem Readme auf Github erklärt, was Mint 15 bringen wird, allen voran neue Versionen von Cinnamon und dem Dateimanager Nemo, beide in Version 1.8, aber auch der Login-Manager MDM solle Verbesserungen erfahren, ebenso die Mint Tools. Im Kontrollzentrum soll dann ein Settings-Tool für Gnome und Cinnamon gemeinsam zuständig sein. Die 2-D-Fallback-Desktop-Lösung will Lefebvre noch einmal "überdenken" und verbessern, außerdem will er Kalender-Integration ("ähnlich wie bei KDE"), konfigurierbare Farbschemata und ein "Upgrade-Menü" mit speziellen Mint-Features für die Installation oder das Upgrade einzelner Apps. Neue Desklets (ähnlich den Screenlets bei Gnome oder KDEs Widgets) sollen RSS-Feeds, Mail-Notifications, aber auch Systeminformationen und Bilderrahmen bringen.
Mint 15 sucht derzeit noch einen Namen - der Frauenvorname muss dieses Mal mit einem "O" anfangen. Vorschläge wie Olga, Oksana oder Olivia stehen derzeit im Raum. Wie immer wird Mint 15 ein paar Wochen, oder Monate nach Ubuntus 13.04 erscheinen, also wohl im zweiten Quartal 2013.