Die nächste Mint-Version will sich besser mit Gnome integrieren

Die nächste Mint-Version will sich besser mit Gnome integrieren

Mint 15: bessere Konfiguration

Markus Feilner
20.12.2012
Mint 14 ist gerade mal wenige Tage auf dem Markt, schon erklärt Mastermind Clement Lefebvre, was auf der Roadmap für die Ausgabe 15 stehen soll. Die wird wohl vor allem die Konfiguration vereinfachen und vieles mit Gnome vereinheitlichen.

Mint ist der Shootingstar der letzten Jahre unter den Linux-Distributionen, und konnte vor allem durch den Verzicht auf die ungeliebte Oberfläche Unity Mint viele Fans gewinnen. Mint ersetzt Unity wahlweise durch Mate oder Cinnamon, zwei an unterschiedlichen Gnome-Versionen angelehnten, eher klassisch wirkenden Desktop-Umgebungen. Das zahlt sich aus: Auf Distrowatch beispielsweise belegt Mint seit Monaten und mit deutlichem Abstand Platz 1 der beliebtesten Distributionen. Anfang Dezember erschien die Version 14 "Nadia", die auf Ubuntu 12.10 basiert, und jetzt gehen die Planungen für Nummer 15 los. 

Seit Anfang Dezember verfügbar: Mint 14 (Quelle: linuxmint.com)

Cinnamon und Nemo 1.8

Jetzt hat Entwickler Lefebvre in einem Readme auf Github erklärt, was Mint 15 bringen wird, allen voran neue Versionen von Cinnamon und dem Dateimanager Nemo, beide in Version 1.8, aber auch der Login-Manager MDM solle Verbesserungen erfahren, ebenso die Mint Tools. Im Kontrollzentrum soll dann ein Settings-Tool für Gnome und Cinnamon gemeinsam zuständig sein. Die 2-D-Fallback-Desktop-Lösung will Lefebvre noch einmal "überdenken" und verbessern, außerdem will er Kalender-Integration ("ähnlich wie bei KDE"), konfigurierbare Farbschemata und ein "Upgrade-Menü" mit speziellen Mint-Features für die Installation oder das Upgrade einzelner Apps. Neue Desklets (ähnlich den Screenlets bei Gnome oder KDEs Widgets) sollen RSS-Feeds, Mail-Notifications, aber auch Systeminformationen und Bilderrahmen bringen.

Mint 15 sucht derzeit noch einen Namen - der Frauenvorname muss dieses Mal mit einem "O" anfangen. Vorschläge wie Olga, Oksana oder Olivia stehen derzeit im Raum. Wie immer wird Mint 15 ein paar Wochen, oder Monate nach Ubuntus 13.04 erscheinen, also wohl im zweiten Quartal 2013.

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Kommentare
Mint und der Abstand zu Ubuntu
ghadam (unangemeldet), Donnerstag, 20. Dezember 2012 16:20:02
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"Auf Distrowatch beispielsweise belegt Mint seit Monaten und mit deutlichem Abstand Platz 1 der beliebtesten Distributionen." - Das muss ein wenig relativiert werden, denn wenn da auf Platz 1 einfach "Mint" als meistgefragte Distri steht, dann schließt das ein: Mint, Mint KDE, MInt XFCE und Mint Debian Edition. Dann müsste man neben Ubuntu (Unity) auch die offiziellen Derivate Lubuntu, Kubuntu, Xubuntu und Ubuntu Studio bei der Zählung mit berücksichtigen. Es ergäbe sich für den Zeitraum der letzten 6 Monate ein sehr ausgeglichenes Verhältnis der Aufrufe (3453:3483). Sieht doch schon ganz anders aus, oder?


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Re: Mint und der Abstand zu Ubuntu
Keiner (unangemeldet), Donnerstag, 20. Dezember 2012 16:45:26
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Nein, das stimmt so nicht: Die Installationsmedien von Linux Mint sind keine eigenständigen Distributionen, sondern installieren nur einen bestimmten Desktop vor. Die anderen werden gleichwertig nebeneinander unterstützt. Von Canonical gibt es nur Ubuntu mit Unity.

Des Weiteren unterscheidet Distrowatch die KDE-, Xfce-, whatever-Releases in ihren News.

Lediglich die Debian Edition müsste man aus den Zahlen rausrechnen. Da das aber ein Rolling Release ist, dürften die Downloadzahlen zumindest in den letzten Monaten nicht wesentlich ins Gewicht fallen.


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