Die Zukunft von Solaris, Java und ZFS

Die Zukunft von Solaris, Java und ZFS

Neues von Oracle

Anika Kehrer
21.09.2010
Auf den Hausmessen Java One und Openworld hat der Datenbankspezialist Oracle Pläne für die weitere Entwicklung einiger seiner open-source-nahen Produkte bekannt gegeben.

Für die Java-Plattform in der Standardversion (Java SE) plant Oracle eine Verbesserung für Entwickler. Die neuen Java Development Kits (JDK) 7 und 8 sollen auf OpenJDK aufsetzen. Neue Skriptsprachen sollen unterstützt werden. In den Fokus soll Java FX rücken, das Oracle um Grafik- und Webstandard-Fähigkeiten (HTML, CSS, Javascript) verbessern will. Die Enterpriseversion (Java EE) soll in Zukunft modularer und einfacher zu konfigurieren sein. Java soll außerdem mittels verringerten Ressourcenhungers auf mobilen Geräten sowie Fernsehern laufen. Der Oracle-Chef für Produktentwicklung sagt hierzu: "Oracle wird sich weiter für OpenJDK als beste quelloffene Java-Implementation einsetzen. Wir werden OpenJDK weiter verbessern und begrüßen externe Entwickler."

Mehr Investitionen, ohne Zahlen zu nennen, will Oracle auch in Solaris stecken. Nächstes Jahr ist Oracle Solaris 11 geplant, Ende dieses Jahres soll noch die Zwischenversion Solaris 11 Express herauskommen. Von dem neuen Solaris soll natürlich gute Zusammenarbeit mit der Oracle-Software zu erwarten sein sowie spezielle Cloud-Fähigkeiten, beispielsweise der Umgang mit "hunderten" Terabytes Arbeitsspeicher und "hunderten" Gigabit I/O-Last. Die Express-Version ist offenbar nur für Oracle-Kunden zugänglich.

Aber nicht nur das Unix-Feld, auch das Linux-Feld will Oracle aufrollen, wie das Unternehmen auf der weiteren hauseigenen Veranstaltung Openworld bekannt gibt. Der "Unbreakable Enterprise Kernel for Oracle Linux" erreicht - nach Oracles eigenen Messungen - 75 Prozent höhere Geschwindigkeit bei Datenbanktransaktionen (OLTP, Online Transaction Processing). Der Kernel ist Teil von Oracle Linux, wie das Oracle Enterprise Linux ab sofort heißt, und für die Oracle-Hardware optimiert. Der Sun-Eigner empfiehlt sogar nurmehr Oracle Linux für die eigenen Maschinen. Es gibt aber auch einen Red-Hat-kompatiblen Kernel.

Zu guter Letzt veröffentlicht Oracle eine neue ZFS-Produktlinie in Form von Storage-Appliances mit diversen Optimierungen für die eigenen Betriebssysteme und Anwendungen. Neu auf dem Markt ist schließlich der Sparc-Prozessor T3 - mit 16 Kernen auf einem Sockel oder 64 Kernen auf vier Sockeln - und entsprechende Server.

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