Die Distribution hinterfragt ihr Release-Modell

Die Distribution hinterfragt ihr Release-Modell

Fedora 20.3?

Mathias Huber
23.01.2013
Die von Red Hat gesponserte Distribution Fedora diskutiert eine Änderung ihres Release-Modells. Den Anstoß dazu gab unter anderem ein Vortrag des Entwicklers Tom "Spot" Callaway auf der jüngsten Fedora-Konferenz Fudcon in Lawrence, Kansas.

Hinter der Diskussion steckt die Verschiebung der jüngsten Release Fedora 18, die rund zweieinhalb Monate später als geplant erschien. Callaway argumentiert in seinem Vortrag (Video-Aufzeichnung verfügbar), eine Verlängerung des derzeit sechsmonatigen Zyklus bringe keine Lösung. Das Problem trete dann auf, wenn das Projekt versuche, zu große Aufgaben innerhalb der begrenzten Zeit zu bewältigen. Im Fall von Version 18 war das offenbar das Rewrite des Installers Anaconda.

Tom "Spot" Callaway schlägt vor, auf ein Modell umzusteigen, das dem des Sponsors Red Hat für dessen Enterprise Linux ähnelt. Große Umbrüche gibt es nur zu Beginn eines langfristigen Zyklus (Version x.0), dazwischen kleinere Maintenance-Releases (Versionen x.y). So würde für aufwändige Änderungen mehr Zeit zur Verfügung stehen. Das erfordere aber langfristigere Planung als in der Gegenwart, in der immer nur die nächste Halbjahrs-Release Thema sei.

Ein zukünftiger Fedora-Release-Plan für zwei Jahre könnte damit folgendermaßen aussehen:

Fedora 20.0 (6 Monate Entwicklung, 13 Monate Pflege)
Fedora 20.1 (6 Monate Entwicklung, 13 Monate Pflege)
Fedora 20.2 (6 Monate Entwicklung, 13 Monate Pflege)
Fedora 20.3 (6 Monate Entwicklung, 13 Monate Pflege)

Die Red-Hat-Designerin Máirín Duffy hat den Vortrag und die anschließende Diskussion in einem umfangreichen Blogeintrag festgehalten.

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Kommentare
20.3
Marcus Moeller (unangemeldet), Freitag, 25. Januar 2013 10:53:58
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Evtl. soll der letzte Release im Zyklus etwas länger supported werden. Das wäre bei 20.3 z.B. 18 Monate statt nur 13.


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