Ultimatum

Deutsche Java User Groups ärgern sich über Oracle

Deutsche Java User Groups ärgern sich über Oracle

Ulrich Bantle
19.08.2010
Oracles Informationpolitik in Sachen Java ist für die im Interessenverbund der Java User Groups e.V. (IJUG) zusammengeschlossenen deutschen Java-Anwender ein Ärgernis.

"Wir geben Oracle noch Zeit bis zur Java One im September", fasst Vorstandsvorsitzender Fried Saacke in einer Mitteilung des Verbundes zusammen. "Falls dort nichts Befriedigendes kommuniziert wird, werden wir alternative Strategien überlegen." Dieses Ultimatum bezieht der Interessenverbund auf den Umstand, dass Oracle keine Aussagen für die Java-Entwicklung in den kommenden Jahren treffe. Es fehle eine Roadmap mit konkreten Fakten, bemängelt Saacke.

Für problematisch halten die Verbundmitglieder auch die fehlende Aussagen von Oracle hinsichtlich Open Source und kommerziellen Varianten der Produkte wie Glassfish. "Es wird immer behauptet, es handele sich um die gleichen Produkte mit anderer Lizenz", so Oliver Szymanski, Vorstandsmitglied des IJUG und Leiter der Java User Group Erlangen/Nürnberg: "Ein Beweis dafür steht allerdings noch aus." Die Community denkt inzwischen darüber nach, das Schicksal der JVM selbst in die Hand zu nehmen. "Man könnte sich zum Beispiel viel stärker auf eine Weiterentwicklung des OpenJDK einigen", meint Tobias Frech von der Java User Group Stuttgart.

Im Interessenverbund der Java User Groups e.V. sind neun Java-Usergroups aus Deutschland zusammen mit der DOAG Deutsche ORACLE Anwendergruppe e. V. organisiert. Oracle hat sich in jüngster Vergangenheit im juristischen Sinn um Java gekümmert und zuletzt Google wegen angeblichen Patentverletzungen verklagt.

Ähnliche Artikel

Kommentare
Nicht nur die Java User Groups
Paul G. (unangemeldet), Donnerstag, 19. August 2010 16:23:38
Ein/Ausklappen

Wenn es nur die Java User Groups wären...
Jeder, den ich kenne, der irgendwas mit Sun zu tun hatte, "ärgert sich" über Oracle nachdem bei denen die Sonne aufgegangen ist.

OpenSolaris wird eingestellt, Sun Studio auch (evtl. auch NetBeans?) und offenbar auch die Entwicklung von Java.

Ich z.B. muss für Support bezahlen, um für mein rechtmäßig erworbenes StarOffice Updates zu bekommen.
Und vom Sun ODF Plug-in brauchen wir gar nicht erst anzufangen.


Bewertung: 251 Punkte bei 40 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Aktuelle Fragen

MS LifeCam HD-5000 an Debian
Kay Michael, 13.04.2016 22:55, 0 Antworten
Hallo, ich versuche die oben erwähnte Cam an einem Thin Client mit Debian zu betreiben. Linux...
Import von Evolution nach KMail erzeugt nur leere Ordner
Klaus-Christian Falkner, 06.04.2016 12:57, 2 Antworten
Hallo, da ich vor einiger Zeit von Ubuntu auf Kubuntu umgestiegen bin, würde ich gerne meine E...
Sophos lässt sich nicht unter Lubuntu installieren
Chrstina Turm, 30.03.2016 20:56, 3 Antworten
Hi Leute, habe mir vor paar Tagen auf ein Notebook, das ohne Linux ausgedient hätte, Linux dr...
Novell Client auf Raspbian
Chris Baum, 16.03.2016 15:13, 3 Antworten
Hallo Community, ich hätte eine Frage, und zwar geht es um folgendes: Ich möchte eine Datei...
Pantheon konfigurieren (eOS)
John Smith, 16.03.2016 13:50, 0 Antworten
Hallo ins Forum, ich bin neu in der Linuxwelt und fühle mich bereits sehr wohl. Mein neues Sys...