Der neue FSF-Direktor für barrierefreie Software Christian Hofstader im Interview über seine Motive

Der neue FSF-Direktor für barrierefreie Software Christian Hofstader im Interview über seine Motive

Technologie statt Dividenden

Anika Kehrer
21.05.2010
Die Free Software Foundation (FSF) hat kürzlich Christian Hofstader als Direktor für barrierefreie Software eingesetzt. Mit Linux-Magazin Online sprach der erblindete Software-Entwickler aus den USA über seine Motive.

Linux-Magazin Online: Herr Hofstader, sind Sie vollzeit oder ehrenamtlich für die Free Software Foundation tätig?

Chris Hofstader: Ich arbeite vollzeit für das GNU-Projekt an Themen der Barrierefreiheit. Vorher machte ich viele Vertragsprojekte und forschte über Software für Menschen mit Sehbehinderung. Noch weiter davor arbeitete ich als Vice President für Software Engineering bei Freedom Scientific, dem größten Hersteller proprietärer PVWI-Technologie. (PVWI = People with visual impairments = sehbehinderte Menschen, Anm. d. Red.)

Der neue FSF-Director Christian Hofstader und sein Blindenhund Accelerator (Foto verwendet mit Erlaubnis von Dawn Morgan/Creative Loafing)

Linux-Magazin Online: Die Meldung der Free Software Foundation zu Ihrer Ernennung enthält eine Andeutung, dass Sie von den Leistungen Ihres damaligen Arbeitgebers Freedom Scientific enttäuscht waren. Wie kam es dazu?

Chris Hofstader: Ich war sechs Jahre bei Freedom Scientific, bis Ende 2004. Freedom Scientific macht den JAWS Screenreader, das ist ein proprietäres Programm für Microsoft Windows. JAWS hat etwa 85 Prozent Marktanteil weltweit und ist enorm profitabel. Freedom Scientific hatte noch eine Reihe anderer Software für Sehbehinderte. Auch hier waren die Margen enorm.

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