Der Multimedia-Player Songbird gehört zur Gruppe von Tools der Mozilla-Foundation(*) und liegt in Linux-Versionen für 32- und 64-Bit-Rechner vor. "Wir sind die ersten, die zugeben, dass es noch eine Menge zu tun gibt. [...] Man muss irgendwo anfangen, das ist unsere 1.0", schreiben die Entwickler im Blog. Mit der Liste der angebotenen Features muss sich die Software nicht verstecken, die meisten davon wurden für den Start der 1.0 noch einmal überarbeitet.
Das Look & Feel von Songbird wirkt zum Teil ungewöhnlich (Abbildung 1): Der Singvogel spielt nicht nur lokale Inhalte ab, sondern auch Medien, die sich irgendwo auf Webseiten verstecken. Dazu integriert die Software eine stark angepasste Variante des Firefox. Vorkonfiguriert ist der Zugang zur Website "The Hype Machine", aber auch Last.fm unterstützt die Software. Wie Firefox und Thunderbird lässt sich auch Songbird über zahlreiche Add-ons erweitern, die man einfach integriert. Die Erweiterung "MediaFlow" zeigt zum Beispiel Cover zu den Alben der gerade gespielten Titel an.
Die integrierte Mediathek erinnert hingegen stark an iTunes (Abbildung 2). Tatsächlich kann man neben Songs von der lokalen Festplatte auch die Musiksammlung auf dem iPod in die Mediathek von Songbird integrieren. MashTape erlaubt es, zahllose Informationen über eine Band oder einen Sänger abzurufen, die Songbird gerade spielt. Als Backend verwendet Songbird Gstreamer, auf
Linux-Rechnern spielt der Singvogel die Formate MP3, OGG und FLAC ab. Die dürften für viele Ansprüche genügen, Mac- und Windows-User können allerdings Musik in den Formaten WMA und WMA DRM (Windows) sowie AAC und Fairplay (MAC) hören.
Linux-Anwender, die Songbird verwenden wollen, laden die Software als großes Tar.gz-Paket herunter, entpacken es, rufen eine Konsole auf und wechseln in das neue Unterverzeichnis. Dort geben sie "./songbird" ein, um die Software zu starten. Ein Wizard leitet durch die Installation, der allerdings zunächst eine EULA präsentiert, die der Anwender abnicken muss. Im Anschluss bestimmt man, wo die eigene Musik lagert und welche externen Add-ons man nutzen will.
(*) Tatsächlich nutzt Songbird zwar die Gecko-Engine, gehört aber, anders als das ähnlich klingende Sunbird, nicht zu den Mozilla-Produkten. Das hab ich verwechselt.



