Der 100-Dollar-Laptop kommt aus China

Der 100-Dollar-Laptop kommt aus China

Britta Wülfing
05.09.2008

Der chinesische Hardware-Hersteller HiVision stellt auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin einen Linux-Laptop vor, der nur 98 US-Dollar kosten soll.

Einen Computer für nur 100-US-Dollar für Kinder in Entwicklungsländern, das war der Traum des Universitätsprofessors Nicholas Negroponte. Sein Projekt "One Laptop per Child" (OLPC) wurde deshalb auch mit der Bezeichnung 100-Dollar-Laptop bekannt, obwohl dieser Preis bislang nicht erreicht werden konnte. Das Hilfsprojekt hat einen Trend zu kleinen, preiswerten Notebooks ins Leben gerufen. Nun scheint es, als ob die magische Preismarke zuerst von einem chinesischen Hersteller erreicht wird: Das Unternehmen HiVision hat seinen Sitz in ShenZen und verkauft nach eigener Aussage beispielsweise digitale Bilderrahmen und so genannte Ultra Mobile Laptops (UMPC) in 40 Länder weltweit. Auf der IFA in Berlin präsentierte der Hersteller einen Linux-Laptop, der aktuell für 120 US-Dollar verkauft wird, umgerechnet knapp 83 Euro. Im Oktober soll das Gerät mit der Bezeichnung NB0700 auf den Markt kommen und bis dahin soll der Ladenpreis sogar auf 98 US-Dollar sinken, wie das Hardwareportal Techvideoblog meldet.

Nach erstem Anschein ist die Ausstattung des superpreiswerten Geräts mit 7-Zoll-Monitor sogar vergleichbar mit den Wettbewerbern von Asus oder Aspire: Laut den Angaben auf der Firmenwebseite kommt der Rechner, wie auch der jüngst vorgestellte Commodore, mit 1.6GHz Via-C7-Prozessor, die Testgeräte auf der IFA hatten einen MIPS-Prozessor. In der Standardausstattung enthalten sind WLAN und Ethernet, 512MB RAM, eine 30GB Festplatte, 2 USB-Anschlüsse, SDHC-Kartenleser, integrierte Lautsprecher und Mikrophon. Die Batterielaufzeit gibt Hivision mit 3 Stunden an, das Gerät wiegt inklusive Akku 900 Gramm. Laut den Angaben auf der Firmenseite soll das Gerät neben Linux alternativ auch mit Windows XP oder Windows Vista ausgeliefert werden. Neben dieser kleinsten Variante will Hivision auch größere Geräte mit 8-, 9- oder 10-Zoll-Monitoren liefern. Über Bezugsquellen in Deutschland ist derzeit noch nichts zu erfahren.

Kommentare
Link zur Firma geht nicht mehr
Dieter Drewanz, Donnerstag, 11. Dezember 2008 06:34:02
Ein/Ausklappen

Da der Link zu der Firma http://hvsco.com seit kurzem ins leere geht, scheint es vermutlich mit dem günstigen Rechner nichts mehr zu werden. Schade.



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