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Democracy Player heißt jetzt Miro

Kristian Kißling
18.07.2007

Den meisten wird Miro zunächst nichts sagen - den "Democracy Player" kennen möglicherweise schon mehr Linux-Nutzer. Die freie Software bietet eine grafische Oberfläche an, um Videos aus dem Internet anzusehen, die Macher nennen das Ganze "Internet TV". Der etwas sperrige Name war der Verbreitung der Software offenbar nicht dienlich, also gibt es nun Miro in einer Public Preview 1. Interessierte finden Pakete und den Quellcode auf der Webseite des Projekts.

Hinter Miro steht die Participatory Culture Foundation. Ihr geht es vor allem darum, den Zugriff auf Videos über das Internet zu erleichtern und zugleich mehr Menschen zum Drehen eigener Videos zu animieren. Auf diese Weise hofft man, das Medium Film im Internet zu demokratisieren. Mit dem neuen Namen tritt dieser politische Ansatz allerdings etwas mehr in den Hintergrund. Laut Aussage des Projekts führte der alte Name bei einigen Nutzern immer wieder zu Missverständnissen. Diese dachten fälschlich, mit Democracy Player ließen sich nur politische Inhalte abspielen.

Ob die Public Preview 1 auch für Linux-Nutzer Fortschritte bringt, muss sich allerdings in der Praxis noch zeigen. Zwar gehört Miro auf diesem Gebiet zum besten, was es unter Linux gibt, aber die Software fiel bisher auch durch einige Tücken auf. So liefen etwa die RPMs aus Gurus Repository für Open Suse 10.2 nicht. Auf eine Anfrage hin verwies der belgische Paketbauer allerdings auf die mangelnde Unterstützung seitens der Miro-Entwickler. Auch das Selbstkompilieren der Software scheiterte vor nicht allzu langer Zeit noch.

Komfortabel an Miro ist, dass Anwender die Software dazu bewegen können, bestimmte Video-Feeds regelmäßig zu speichern und sie nach einer bestimmten Frist auch wieder zu löschen - ähnlich wie ein Videorekorder. Auch auf die Usability legt das Projekt einigen Wert. Ob mit dem neuen Namen auch wieder neues Leben in die Linux-Version kommt, kann allerdings erst die Zukunft zeigen.

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