Dell liefert ab Donnerstag mit Ubuntu [Update]

Dell liefert ab Donnerstag mit Ubuntu [Update]

Dell liefert ab Donnerstag, 24. Mai, zwei Desktop- und ein Notebookmodell mit vorinstalliertem Ubuntu aus. Dabei handelt es sich um die allesamt aus Dells Privatanwender-Portfoliostammenden Serien Dimension E520 und XPS 410 sowie den Inspiron E1505.

Wie aus einer unternehmensnahen Quelle verlautet, erwartet Dell, Linux vorerst mit weniger als einem Prozent aller verkauften Geräte auszuliefern, was nach Kalkulation des Unternehmens jährlich rund 20.000 Einheiten umfasst. Bis auf weiteres sind Dell-Rechner mit vorinstalliertem Linux ausschließlich in den USA im Lieferprogramm. Ob und wann sie auch in Europa zu haben sein werden, darauf mag sich Dell bislang nicht festlegen.

Lediglich den mit einer breiten Prozessorpalette von Celeron bis Core2-Duo zu ordernden Dimension E520 (Bild: Dell) gibt es auch hierzulande, die mit Core2-Duo-CPUs ausgestatteten Desktops XPS 410 und Laptops Inspiron E1505 kann man in Deutschland nicht kaufen. Allerdings führt Dell Europa zwei ganz ähnlich ausgestattete Geräte im Programm, den XPS 210 und den Inspiron 6400. Insofern stünde zumindest technisch dem Verkauf entsprechender Einheiten mit einem angepassten Ubuntu in Europa und Deutschland wenig im Weg.

[Update 22.05., 10:30 Uhr] Auf seiner Blog-Site hat Dell jetzt nähere Details zur Software-Ausstattung der Rechner gemacht. Als Betriebssystem dient erwartungsgemäß Ubuntu 7.04 Feisty Fawn. Dell richtet es in der Default-Installation auf den Rechnern ein. Zur Hardware-Unterstützung zieht man auch Closed-Source-Treiber heran, speziell für WLAN (Intel) und Modem (Conexant).

Ohnehin sei bei Geräten mit vorinstalliertem Linux die Hardware-Auswahl gegenüber dem Angebot bei “anderen Betriebssystemen” — sprich: Windows — beschränkt, schreibt Dells “Manager of Linux OS Technologies” John Hull in dem Posting. Das Unternehmen beschränke das Angebot auf solche Komponenten, die man vorher gründlich mit Linux getestet habe.

Auch proprietäre Audio/Video-Codecs, etwa für MPEG-1 bis -4, Windows Media und Quicktime sowie DVD bleiben vorerst außen vor. Man prüfe, so Hull, in welcher Art und Weise man sie künftig unterstützen könne. Für weitere Details verweist Hull auf ein Wiki, das man auf Dells Linux-Website einrichten wolle. (jlu)

[1] http://jeremy.linuxquestions.org/2007/05/18/dell-announces-the-models-for-ubuntu/
[2] http://direct2dell.com/one2one/archive/2007/05/21/15563.aspx
[3] http://linux.dell.com

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