Debian-basiertes Framework DCC 3.0 fertig

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Max Jonas Werner
06.12.2005

Die DCC Common Core Alliance (DCCA) hat Version 3.0 ihrer Spezifikation DCC Common Core veröffentlicht. DCC 3.0 entspricht den Richtlinien der Linux Standard Base 3.0 und basiert auf Debian 3.1. Sie soll selbst als Basis für Debian-Derivate dienen und ist keine eigene Distribution. DCC bietet lediglich die Rahmenbedingungen, etwa welche Pakete eine Distribution enthalten muss, um DCC-konform zu arbeiten. Zudem fördert die DCCA die Verbreitung von Debian in Unternehmen.

Diese Vorgehensweise soll es einerseits erleichtern, neue Linux-Distributionen zu erstellen und andererseits die Kompatibilität wahren. Soft- und Hardware-Hersteller sollen so in Zukunft nur noch eine Version ihrer Produkte entwickeln müssen, die dann auf allen DCC-konformen Systemen läuft. Die DCC geht somit einen Schritt weiter als die LSB, die sich nicht auf ein Betriebssystem beschränkt.

"DCC 3.0 ist ein geeigneter erster Schritt, [...] um Debian zu helfen, seinen rechtmäßigen Platz in Unternehmen zu erlangen." (Ian Murdock, DCCA-Vorsitzender)

DCC-3.0-Systeme enthalten mindestens die 240 Basispakete, die direkt aus den Debian-Repositories stammen. Um die Aktualität zu wahren, haben die Entwickler 25 Pakete für den X-Server X.org aus der kommenden Debian-Version Etch zurückportiert. Neben der eigentlichen Basis, die Interessierte von einem der diversen Spiegelserver herunterladen, gibt es von denselben Servern auch ein ISO-Image, das die komplette DCC-Basis enthält und als Testumgebung für eigene Entwicklungen dient.

Der DCC-Allianz gehören mehrere Debian-zentrierte Unternehmen an, darunter der Dienstleister Credativ, die Distributionshersteller Linspire und Xandros sowie das Unternehmen Progeny des Debian-Gründers Ian Murdock.

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Kommentare
Re: Debian-basiertes Framework DCC 3.0 fertig
Benjamin Quest, Mittwoch, 07. Dezember 2005 09:17:42
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Interessant ist, wer NICHT der DCC angehört: Ubuntu und Debian selbst. Ich sehe daher den Impact von DCC nicht so ganz, oder wollen MEPIS, Xandros, usw. eine gemeinsame META-Distribution herausbringen, ein Enterprise-Debian? Im Prinzip finde ich eine solche Vereinheitlichung nicht schlecht, nur was bringt sie wenn die beiden Größten dabei nicht wirklich mitmachen? Wenn Debian den Kurs ändert, dann muß die DCC mit (und Ubuntu nicht). Insofern fehlt mir bei der DCC einfach die Durchschlagskraft. So wie die jetzt ist, blüht ihr doch allenfalls die gleiche Zukunft wie United Linux.


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Re: Debian-basiertes Framework DCC 3.0 fertig
Florian S., Samstag, 10. Dezember 2005 14:00:17
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Ich denke mal, dass Debian nicht dabei ist, weil sie ganz klare Ziele und Strukturen haben. Ubuntu wird nicht dabei sein, weil es einfach nur ein Leicht zu bedienendes Desktop Linux für den Endverbraucher sein will. DCC wird wohl in erster Linie für Firmen interessant sein, die Wert auf Support legen, den man dann wohl von der DCC erhalten wird.

Nichts desto trotz werd ich bei meinem heiß geliebten Debian bleiben ;)


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