Debian Weekly News - 9. Februar 2005

Aufmacher News

Gerfried Fuchs
10.02.2005

Willkommen zu der 6. Ausgabe der DWN in diesem Jahr, dem wöchentlichenNewsletter der Debian-Gemeinschaft. Andreas Barth teilte uns privat mit, dassdie mipsel-Architektur wieder in der Liste der für Testing unterstützenArchitekturen sei. Es wurde berichtet,dass Bdale Garbees junge Tochter Elizabeth, die seit ihremneunten Lebensjahr ein Debian-Benutzer sei, auf der kommenden Linux conference Australia eineRede über das Erweiternvon Tuxracer halten werde.

Debian-Kernel IRC-Treffen. Maximilian Attems gab einIRC-Treffen der Kernelbetreuer von Debian bekanntum die Kernelversionen für die Sarge-Veröffentlichung zuentscheiden. Dann Frazier fügteeine Tabellevon verfügbaren Kerneln hinzu. Steve Langasek stellte ein Protokollder Diskussion zusammen, in der die Pros und Cons der 2.6.8 und 2.6.10Kernelbäume identifiziert werden. 2.6.10 sei für Sparc derzeit nicht in einemveröffentlichbaren Zustand, daher werde der Installer derzeit bei 2.6.8 bleiben.

Hochladen von Paketen ohne FTP. Seit dem Einbruch der Debian-Server 2003 habennormale Entwickler keinen ssh-Zugriff auf ftpmaster. Daher fragtesich Bartosz Fenski, ob es eine Möglichkeit gebe, Pakete ohne Verwendung vonFTP hochzuladen. Andreas Barth schlug vor,die Delayed-Queueauf Gluck zu verwenden, die alle 15 Minuten Pakete weiterleite.

Bericht von der Solutions Linux. Julian Blache reichte einenBericht über denDebian-Stand auf der diesjährigen Solutions Linux-Ausstellungin Paris ein. Offensichtlich sei dies der beste Stand, den sie jemals auf einerAusstellung von dieser Art verwaltet hätten. Viele Besucher waren an denVeröffentlichungsplänen für Sarge interessiert, sowie an Babelbox, einerDemonstrationsmaschine, die sich automatisch mit einer anderen Sprache injeder Iteration installiere.

Debian auf dem Mac Mini. William Sowerbutts berichtete,dass er auf seinem neuen Mac Mini, einem PowerPC-System in einem kleinen,ruhigen und attraktiven Gehäuse, Debian laufen habe. Er hat einigeHinweise über denInstallationsprozessgeschrieben und die Partitionierung erklärt. Im Prinzip brauche man nur eineneuere CD-R des Installers und ein schwachesZitronengetränk.

Ein Debian-Entwickler werden. Bruce Byfield erklärte,wie man ein Debian-Entwickler (DD) werde. Der Prozess beinhaltedie Zustimmung zum Gesellschaftsvertrag,eine Identitätsprüfung und den Nachweis, dass der Kandidat über das benötigtetechnische Können verfüge. Alle Kandidaten müssen von einem Befürworter, derbereits ein DD sei, empfohlen werden. In den letzten Jahren hätten fast 100%der Kandidaten, die die verschiedenen Hürden überwunden hatten, bestanden,obwohl die Aussteiger-Rate auch sehr hoch sei.

Software-Anbieter unterstützen Debian. Christian Perrier berichteteüber einen Software-Anbieter, der Debian während der Solutions Linux-Ausstellungaufgrund der wachsenden Nachfrage, Debian zu unterstützen, angesprochen habe.Sie wüssten nicht, wie Debian und seine Kernel am besten unterstützt würden.In Frankreich verlangten einige Ministerien von Auftragnehmern, Debian zuunterstützen. Joey Schulze erklärte,dass es wohl eine gute Idee sei, mittels einer unbenutzten Sid-Box derDebian-Entwicklung zu folgen.

Ein Blick in die NEW-Queue. Al Stone fragtesich, wie er sehen könne, was in der NEW-Queue des Debian-Archivs sei.Jeroen van Wolffelaar wiesauf die Queue-Zusammenfassung hin. Steve Langasek erklärte,dass die Rate, in der neue Pakete nach Unstable aufgenommen werden, nichtsprioritäsiertes sei, wenn Debian in der Vorbereitung einer neuenVeröffentlichung versuche, die veröffentlichungskritischen Fehler zu beheben.

Gültige und ungültige Benutzernamen. Marc Haber suchteöffentliche Meinungen über Benutzernamen mit Punkten und solche mit Ziffernam Anfang. Alastair McKinstry ergänzte,dass POSIX bereits Punkte in Benutzernamen erlaube, und Michelle Konzack zeigteauf, dass chown aus Woody dies bereits unterstütze. Benutzernamenmit Ziffern am Anfang fordertenwahrscheinlich Ärger heraus. Ein neues adduser-Paket wurde nachExperimental hochgeladen um dies zu implementieren.

Debug-Pakete im Archiv. Josselin Mouette bemerkteim Archiv eine wachsende Anzahl von -dbg-Paketen, die nur für dasDebuggen sinnvoll seien. Joey Hess schlugvor, den Debug-Paketen einen separaten Bereich im Archiv oder ein separatesArchiv zu widmen.

Benennung schnurloser Schnittstellen. Wichert Akkerman brachteeine Diskussion über die Benennung schnurloser Schnittstellen in Debian undLinux auf, da einige eth* genannt würden, während andere wlan* benannt seien.Christoph Hellwig erklärte,dass alle Treiber im Hauptkernel eth* benutzten. David Goodenough ergänzte,dass einige Treiber andere Schnittstellennamen benutzten und dass wlan* weitdavon entfernt sei, ein Standardname zu sein.

Wahl des Gerichtsstandes. Glenn McGrath fragtesich, warum eine Lizenz, die den Gerichtsstand festlege, nicht-frei sei.Steve Langasek erklärte,dass das Problem mit der Gerichtsstandswahl-Klausel sei, dass jeder, der dieLizenz akzeptiere, auch die Bürde der eigenen Verteidigung gegenLizenzverletzungsvorwürfe in einem Gericht habe, das wahrscheinlich einenimpliziten Hang zu Gunsten des Urhebers habe.

Wahl des Debian-Projektleiters. Manoj Srivastava gab dieEröffnung der Nominierungsperiode für die diesjährige Wahl des Debian-Projektleiters bekannt.MatthewGarrett und AndreasSchuldei haben sich bereits selbst nominiert. Weitere Nominierungen werdenbis zum 28. Februar akzeptiert, gefolgt von der Kampagneperiode bis zum 22.März und der Wahlperiode bis zum 11. April.

Aktualisierungen zur Systemsicherheit. Die alte Leier!Wer die folgenden Pakete einsetzt, sollte sie der Sicherheit wegenauf den neuesten Stand bringen:

  • DSA 664: cpio -- Unsichere Dateirechte.
  • DSA 665: ncpfs -- Unberechtigter Dateizugriff.
  • DSA 666: python2.2 -- Unberechtiger Zugriff auf XML-RPC-Interna.
  • DSA 667: squid -- Mehrere Verwundbarkeiten.
  • DSA 668: postgresql -- Laden beliebiger Dateien.
  • DSA 669: php3 -- Mehrere Verwundbarkeiten.
  • DSA 670: emacs20 -- Ausführen beliebigen Codes.
  • DSA 671: xemacs21 -- Ausführen beliebigen Codes.
  • DSA 672: xview -- Potenzial zum Ausführen beliebigen Codes.

Einen Blick wert. Die folgenden Pakete wurden kürzlichdem Unstable-Debian-Archivhinzugefügtoder enthalten wichtige Aktualisierungen.

  • evince -- Dokumentenbetrachter (Postscript, PDF, DVI).
  • maint-guide-ko -- Koreanische Übersetzung des Leitfadens für neue Paketverantwortliche.
  • myspell-he -- Hebräisches Wörterbuch für myspell.
  • myspell-nl -- Niederländisches Wörterbuch für myspell.

Verwaiste Pakete. 2 Pakete wurden diese Woche aufgegebenund benötigen einen neuen Betreuer. Damit gibt es insgesamt 226 verwaistePakete. Vielen Dank an die bisherigen Betreuer, die ihre Zeit für alle zurVerfügung gestellt und damit das Konzept »Freie Software« unterstützt haben.Die vollständige Liste finden Sie auf denWNPP-Seiten. Fügen Sie bitte eine Notiz zumFehlerbericht hinzu und benennen Sie ihn in ITA: um, wenn Sie eines dieserPakete übernehmen wollen.

Wollen Sie die DWN weiterhin lesen? Bitte helfen Sieuns beim Erstellen dieses Newsletters. Wir brauchen weiterhin freiwilligeAutoren, die die Debian-Gemeinschaft beobachten und überEreignisse in der Gemeinschaft berichten. Bitte schauen Sie auch auf dieWebseite für Mitarbeiter. Wirfreuen uns auf Ihre Mail andwn@debian.org.

Diese Ausgabe der wöchentlichen Debian-Nachrichten wurde vonAndre Lehovich und Martin 'Joey' Schulze erstellt.
Sie wurde von Helge Kreutzmann übersetzt.

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