Debian 5.0 (Lenny) kommt im September

Aufmacher News

Mathias Huber
23.07.2008

Die Debian-Entwickler bereiten sich auf die Veröffentlichung der Debian-Version Lenny im September vor. Für diese Woche hat das Release-Team das vollständige Einfrieren aller Pakete angesetzt.

Für die Hilfsprogramme zur Paketerstellung und die meisten Bibliotheken hat der Freeze bereits im Juni stattgefunden. An diesen Paketen nehmen die Entwickler nur noch Änderungen vor, wenn ein dringender Grund vorliegt.

In dieser Woche soll nun der gesamte Lenny-Zweig eingefroren werden. In seinem Schreiben an die Mailinglisten des Projekts ermahnt der Release Manager Luk Claes die Entwickler dazu, die letzten Änderungen an den von ihnen betreuten Software-Paketen rasch hochzuladen. Zur Motivation hat er seiner Mail eine kleine Ascii-Grafik im Stil des Spaß-Programms Cowsay beigefügt:

                    ______________________
                   < We freeze next week! >
                    ----------------------
                            \   ^__^
                             \  (oo)\_______
                                (__)\       )\/\
                                    ||----w |
                                    ||     ||

Einige der Release-Ziele für Debian 5.0, Codename Lenny, hat die Debian-Community bereits erreicht. Dazu gehören der Umstieg auf die Python-Version 2.5 sowie Internationalisierung für alle Pakete, die das Debconf-System verwenden.

Zu den noch ausstehenden Zielen gehört es unter anderem, alle Skripte die /bin/sh als Interpreter aufrufen, von Bash-Eigenarten zu befreien, damit Debian Anwender auf Alternativen wie Debian-Almquist-Shell (Dash) als Standard-Shell umsteigen können. Außerdem sollen die Skripte im Verzeichnis /etc/init.d kompatibel zu modernen Init-Systemen werden, die Dienste nicht in einer festgelegten Reihefolge starten, sondern ein System von Abhängigkeiten verwenden.

Daneben gibt es laut der Mitteilung des Release-Managers derzeit noch rund 360 Bugs, die vor der Veröffentlichung von Lenny zu beheben sind. Dabei sollen Bug-Squashing-Parties in Städten weltweit helfen, auf denen sich Debian-Entwickler treffen, um verbleibende Probleme zu beseitigen.

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Kommentare
Danke
Seraphyn Christian M. Grube, Donnerstag, 24. Juli 2008 13:25:51
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Kurz und Gut:
Ich mag Debian nutze es nun sehr lange und hoffe es eifert
nicht irgendeinen Quark nach der sich so langsam in die anderen
GNU/Linux-Derivate einbürgert.
Schade, dass E17 nicht mit an Board ist, aber was nicht dort ist
kann man nachziehen. Freue mich wieder auf eine stabile, runde
konsistente Sache die mich in meiner täglichen unterstützt
und mein Vertrauen für meine Daten geniesst.
Danke nochmal an die Gemeinschaft der Entwickler.



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Re: Danke
BiBaBuzemann , Donnerstag, 24. Juli 2008 17:54:07
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Dem kann ich mich nur anschließen!
Und hoffe das Windowmaker und Wmakerconf wieder etwas mehr Aufmerksamkeit von den Entwicklern bekommt damit etwas weniger Handarbeit beim einrichten von Nöten wird.
Denn Windowmaker ist ein sehr Schlanker und schneller robuster und sehr vielseitiger Windowmanger. Perfekt für Rechner mit wenig Rechenleistung.
Schade das ich vom Programmieren nichts verstehe, dafür bin ich leider nicht schlau genug.
Auch und gerade deshalb auch meinen Ausdrücklichen dank an die Debian Gemeinde.
Weiter so, denn es ist das beste OS der Welt. ;)


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