Profischreiber und Hobbyautoren schlagen sich beim Verfassen von Spielfilm-, Soap- und Serienskripten häufig mit Textverarbeitungen durchs Leben. Mit der Java-Software Storybook bekommen die Schreiberlinge nun ein kompetentes Open-Source-Tool (GPL) an die Hand. Damit lassen sich bequem eigene Plots schmieden und Charaktere entwickeln. Am Wochenende erschien Version 2.1.0 des freien Tools.
Jede Szene kann man in der neuen Version einem Kapitel hinzufügen, es gibt keine Pflichtnummerierungen für Szenen- und Kapitel mehr. Zusammenfassungen lassen sich jetzt in beiden Ansichten (Buch und Chronologie) verändern. Die zuletzt gewählte Ansicht speichert die Software beim Schließen und stellt sie beim erneuten Öffnen wieder her. Nicht zuletzt lassen sich Orte in Texten mit ihre Repräsentationen in Google Maps verlinken. So entsteht ein eigener fiktionaler Kosmos mit realistischen Rahmenbedingungen, ohne dass der Autor die Übersicht verliert.
![]() |
![]() |
| Die Geschichten lassen sich in Storybook bequem in Kapitel zerlegen und so bearbeiten. | Die verschiedenfarbigen Handlungsstränge helfen Autoren, die Übersicht zu behalten. |
Generell erlaubt es die Software, Handlungsfäden, Orte und Personen hinzuzufügen und zu verwalten. In Storybook kann man Szenen chronologisch ordnen, mehrere parallele Handlungsstränge verwalten und farbig markieren, um sie visuell zu unterscheiden. Statistiken zeigen, welche Figuren in welchen Szenen auftreten, Kürzel sparen Tipparbeit. Eine ausführliche Slideshow zu Storybook (in englischer Sprache) bringt Einsteigern die Funktionsweise der Software schnell näher, so dass dem ersten Drehbuch nichts mehr im Wege steht – eine Bestseller-Garantie geben die Entwickler der Software allerdings nicht.
Und das Gesamtwerk schließlich an einen Verleger zu schicken, erstellt man abschließend ein “summary book”, das alle wesentlichen Szenen, Charaktere und Orte noch einmal übersichtlich und in druckbarer Form darstellt. Auf der Projektwebseite steht die freie Drehbuchsoftware Storybook zum Download bereit.







